Logo von heise online

Suche
61

Flash Player 11.2 mit Premium-Funktionen für Spieleprogrammierer

Adobe verdeutlicht mit der Veröffentlichung des Flash Player 11.2 und von AIR 3.2 (Adobe Integrated Runtime) das Bestreben, vermehrt im Markt der Spiele und Spieleprogrammierung sowie hochqualitativer Videos mitzumischen. Deutlich wird dadurch erneut, dass Adobe den Flash Player neu positioniert, nachdem sich der Konzern bei dem Produkt aus der mobilen Welt verabschiedet hat und in dieser nun vor allem auf HTML5 setzt.

Anzeige

Darüber hinaus hat das Unternehmen Pläne mitgeteilt, im Bereich der Spieleprogrammierung das Browser-Plug-in verstärkt als direkte Einnahmequelle zu nutzen. Bislang hatte Adobe Programmierer nur bei Verwendung von Werkzeugen wie der Entwicklungsumgebung Flash Pro zur Kasse gebeten. Für nach dem 1. August 2012 veröffentlichte Spiele, bei denen spezielle Funktionen der neuen Flash-Player-Version zum Einsatz kommen, will Adobe nun die Entwickler zahlen lassen.

Konkret heißt das, dass Spieleprogrammierer die Sonder-Features bei Umsätzen unter 50.000 US-Dollar kostenlos verwenden können, liegen die Netto-Einnahmen darüber, fordert der Konzern 9 Prozent der Umsätze ein. Bis zum 1. August kann man die Premium-Funktionen allerdings noch kostenlos nutzen. Als Premium-Features bezeichnet Adobe die Rendering-Engine Stage 3D für eine hardwarebeschleunigte Grafikdarstellung und Domain Memory, das sich bei der Konvertierung von zuvor in C oder C++ geschriebenen Spielen zum Beispiel mit Adobe Alchemy verwenden lässt. [Update: Die Verwendung der beiden Features wird nur in Rechnung gestellt, wenn sie beide in derselben Flash-Player-Anwendung zum Einsatz kommen. [/Update] Auch die Spiele-Engine Unity, mit deren Entwicklern Adobe außerdem eine Partnerschaft angekündigt hat, arbeitet mit diesen Funktionen.

Doch es gibt auch weiterhin viele Funktionen, die sich kostenlos nutzen lassen, darunter sämtliche in AIR 3.2 zu findenden Features. Außerdem ist die Verwendung des Flash Player als gewöhnliches Browser-Plug-in weiterhin kostenlos. Weitere herausgestellte Neuerungen sind unter anderem die Video-Dekodierung auf Basis mehrerer Threads und im Hintergrund laufende Updates des Flash Player unter Windows.

Siehe dazu auch:

(ane)

61 Kommentare

Themen:

  1. Flash 14 schließt sechs Lücken, AIR bringt x86-Support für Android

    Air Gamepad

    Adobe hat Version 14 des Flash Player und von Adobe AIR herausgegeben. Das Update enthält einige neue Funktionen. Sechs gestopfte Sicherheitslücken sorgen dafür, dass das Update unbedingt installiert werden sollte.

  2. Flash-Updates für Linux und noch einmal für die Extended-Support-Version

    Flash-Updates für Linux und noch mal für die Extended-Support-Version

    Auch Linux-Nutzer, die nicht mit Chrome unterwegs sind, kommen nun in den Genuss des neuesten Flash-Updates. Außerdem müssen Extended-Support-Nutzer noch mal patchen.

  3. Patchday: Adobe dichtet Flash und Shockwave ab

    Adobe Patchday

    Zwei kritische Lücken im Flash-Player und in Shockwave wurden von Adobe geschlossen. Updates stehen zum Download bereit und sollten schnellstmöglich installiert werden. Besonders die Flash-Lücken sind momentan das Ziel vermehrter Angriffe.

  1. Android-Entwicklung jenseits von Google

    NS Basic erinnert an ältere Versionen von Visual Studio (Abb. 5).

    Android-Entwickler haben sich tendenziell mit einem Duopol abgefunden: Wer nicht mit Googles Werkzeugen arbeitet, schreibt seine Apps stattdessen mit PhoneGap. Es gibt jedoch noch einige andere Tools, die App-Entwickler mit neuen Möglichkeiten versorgen.

  2. Dies und das – Wearables für alle

    Eine weitere Woche, eine weitere Ausgabe von "Dies und das. Diesmal gibt es Neues aus dem Hause Xamarin, jede Menge Ankündigungen in Sachen Wearables und auch sonst einige lustige Meldungen zum Tag.

  3. Was Fedora 20 Neues bringt

    Fedora schneidet mit "Heisenbug" alte Zöpfe ab: /var/log/messages fehlt in der Standardinstallation ebenso wie Sendmail. Die Software-Installation erfolgt bei der Gnome-Variante jetzt über einen Appstore, den andere Distributionen bald aufgreifen dürften.

  1. Facebook-Chef Zuckerberg: Lockvogeltaktik auch bei Messenger und WhatsApp

    Computermaus in Mausefalle

    Während Instagram langsam für Werbetreibende geöffnet wird, müssen Messenger und Whatsapp noch warten. "Die gleiche Strategie wie bei Facebook", verriet nun Mark Zuckerberg.

  2. Nokia wächst dank Euroschwäche

    Nokia

    Neun Prozent mehr Umsatz kann der Netzwerkausrüster aus Finnland verbuchen. Das liegt vor allem am schwachen Euro, jedoch gebe es auch Fortschritte bei der Profitabilität

  3. Windows 10: Das ist neu, das ist besser, das ist schlechter

    Windows 10

    Besitzern von Windows 7 und 8.1 spendiert Microsoft ab dem 29. Juli das kostenlose Upgrade auf Windows 10. Auf Anwender kommen zahlreiche Neuerungen zu. Mit Windows 10 schneidet Microsoft aber auch alte Zöpfe ab, berichtet c't in einem Schwerpunkt.

  4. Der Sauberwürfel

    Kia Soul EV

    Ein Ausfahrt mit dem Kia Soul zeigt: Er ist bei nüchterner Betrachtung eins der am besten gemachten Elektroautos auf dem Markt. In sich harmonisch, sparsam und qualitativ hochwertig. Dazu kommt ein erstklassiges Preis-Leistungsverhältnis

Anzeige