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Extended Support nun auch für Windows XP Home und Media Center Edition

Bereits seit Jahren ist im "Lifecycle guide" von Microsoft nachzulesen, dass Redmond für Windows XP Home und Media Center Edition nur bis zwei Jahre nach Erscheinen des Nachfolgers Patches für sicherheitskritische Lücken bereitstellen will – da der Erscheinungstermin von Windows Vista 2007 ist, endet der Support also 2009. Lediglich XP Professional sollte länger versorgt werden: Mindestens bis 2014 oder aber bis zwei Jahre nach Erscheinen des Nachfolgers von Windows Vista. Doch diesen Plan hat Microsoft nun geändert: Jetzt sollen alle XP-Versionen die gleiche Pflege wie XP Professional erhalten.

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Im Detail bedeutet das, dass noch bis 2009 für alle XP-Versionen der so genannte "mainstream support" läuft. Darunter versteht Microsoft die "Bearbeitung technischer Anfragen (kostenfreier Support, kostenpflichtiger Support von Anfragen oder Abrechnung auf Stundenbasis, Garantieanfragen)", "Security Update Support" sowie die "Beantragung von Hotfixes, die nicht im Zusammenhang mit sicherheitsrelevanten Themen stehen".

Es folgt anschließend eine zweite Phase namens "extended support" (von Microsoft mit "Erweiterter Support" übersetzt): Zum kostenlosen Download stehen dann nur noch jene besonders wichtigen Patches bereit, die Lücken stopfen, die Redmond als sicherheitskritisch einstuft. Diese zweite Phase dauert entweder fünf Jahre oder bis zu zwei Jahre nach dem Erscheinen des Nachfolgers vom Nachfolger, in diesem Fall also bis zum Erscheinen des Vista-Nachfolgers, und damit mindestens bis 2014. Ursprünglich sollte diese zweite Phase nicht für "Lösungen für Endanwender" gelten, doch bei XP Home und MCE macht Microsoft nun eine Ausnahme.

Start des extended support für XP ist laut Mitteilung für alle XP-Versionen der April 2009, womit Microsoft auch Klarheit schafft, welche Daten für die verschiedenen Media-Center-Editionen gelten. Microsoft hatte die Service Packs 1 und 2 für XP, die auch die MCE aktualisieren, dazu genutzt, jeweils neue Versionsnamen einzuführen: Eine Media Center Edition 2002 mit SP1 nannte sich MCE 2004, mit SP2 wurde daraus eine MCE 2005. Der lifecycle guide nennt prompt für jede der drei Versionen unterschiedliche Enddaten für den Mainstream-Support, die nun offenbar zum April 2009 verschmelzen.

Zum Support-Ende für XP Home und Media Center siehe auch:

(axv)

107 Kommentare

  1. Letzte Woche der ersten Support-Phase für Windows 7

    Mainstream-Support für Windows 7 endet: Locker bleiben, bitte.

    Mitte Januar 2015 beendet Microsoft den "grundlegenden Support" für Windows 7, auch Mainstream-Support genannt. Für die meisten Anwender macht das aber nichts.

  2. Warnung vor Update-Hack für Windows XP

    POSReady-Updates installiert

    Mit einem Trick kann man dem Update-Server von Microsoft vormachen, man betreibe eine Spezialversion von Windows XP, die noch bis April 2019 mit Updates versorgt wird. Das ist allerdings nicht ganz ungefährlich.

  3. Datenschutzbeauftragte warnt vor "Zeitbombe" Windows XP

    Datenschutzbeauftragte warnt vor "Zeitbombe" Windows XP

    Die brandenburgische Datenschutzbeauftragte Dagmar Hartge hat alle Behörden und Unternehmen des Landes aufgefordert, "die Aktualität der von ihnen verwendeten Betriebssysteme zu überprüfen". Riskant sei vor allem Windows XP.

  1. Auf verlorenem Posten

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  2. Letzte Chance im Guten

    In einem Jahr hört Microsoft auf, Windows XP mit Sicherheits-Updates zu versorgen. Zwölf Jahre lang hat der Hersteller dann an der erfolgreichsten Version seines Betriebssystems herumgefrickelt. In diesem Zeitraum entwickelt sich ein Mensch von einem schreienden Bündel zu einem krakeelenden Teenager.

  3. Weitere Details zu den Upgrade-Angeboten auf Windows 8

    Warum einfach, wenn es auch umständlich geht: Microsofts Lizenzpolitik sorgt mal wieder für vielfältige Unterschiede bei den Lizenzberechtigungen, Preisen und Nutzungsmöglichkeiten.

  1. Lust auf Laster

    Vier Scheinwerfern auf dem Dach, knallorange lackiert und ziemlich imposant: Unser Amarok Canyon ist wahrlich nichts für Understatement-Liebhaber mit Lieblingsfarbe Hellgrau. Wir haben ihn mit 180-PS-Diesel getestet

  2. Gediegener transportieren

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  3. Im Wunderland

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  4. Guter Appetit

    alternative Antriebe, Elektroautos

    Siiiaum, und weg! Elektrische Ampelstarts machen einfach mehr Spaß – egal mit welchem Auto. Teile des Antriebs der elektrischen B-Klasse stammen von Tesla Motors. Wir probieren, ob ihre Batteriekapazität von 28 kWh – entsprechend etwa einem Drittel Tesla Model S – ausreicht, um zu überzeugen

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