Logo von heise online

Suche
Jo Bager 66

Die Zukunft von Mozilla liegt im Internet der Dinge

Die Zukunft von Mozilla liegt im Internet der Dinge

Das Mozilla-Logo

An einem Assistenten für das Smart Home sollen Mozillas Entwickler künftig arbeiten. Auch eine Projekt für das Crowdsourcing von Umweltdaten steht auf der Agenda.

Nachdem Mozilla das Ende für Firefox OS für Smartphones angekündigt hatte, hat die Stiftung einen "Produktinnovationsprozess" angekündigt, in dessen Rahmen neue Betätigungsfelder gefunden werden sollten. Nun zeichnet sich ab, dass viele neue Projekte mit dem Internet der Dinge zu tun haben werden. In einem Blog-Post stellt Mozilla vier Projekte genauer vor.

Assistent fürs vernetzte Heim

Im Rahmen des Sensor-Web-Projektes soll eine offene Datenbank von Umweltdaten entstehen.
Im Rahmen des Sensor-Web-Projektes soll eine offene Datenbank von Umweltdaten entstehen. Vergrößern
So soll im Rahmen von Project Link ein persönlicher Assistent entstehen, "der versteht, wie der individuelle Nutzer mit seinen Geräten zuhause interagieren möchte und der diese vernetzte Haushaltswelt automatisiert miteinander in Einklang bringt". Das Projekt Sensor Web soll eine Art Crowdsourcing von Umweltdaten voranbringen: Teilnehmer sollen über Sensoren Umweltdaten erfassen, die dann gemeinschaftlich ausgewertet werden, um so "zu einem umfassenden Verständnis von Umweltbedingungen" zu gelangen. Ein Pilotprojekt soll ein Feinstaub-Sensor-Netzwerk aufbauen.

Das Projekt Smart Home soll eine Art Middleware auf den Weg bringen, die die verschiedenen Insellösungen im vernetzten Haushalt, angefangen bei Komplettangeboten wie dem Apple Homekit bis zu Bastellösungen, unter ein Dach bringt. Das Ganze könnte dann vielleicht mit dem vierten Projekt gesteuert werden. Im Rahmen von Project Vaani soll nämlich ein ein Sprachinterface für vernetzte Geräte und Dienste entstehen.

Von Firefox OS ist in allen Projektbeschreibungen keine Rede. Das mit großen Ambitionen als Alternative zu Android und iOS eingeführte System wird wohl vor allem in Smart TVs weiterleben.

Zeitleiste des vorgesehenen Innovationsprozesses
Zeitleiste des vorgesehenen Innovationsprozesses Vergrößern
Bild: Mozilla
(jo)

66 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Firefox OS für Smartphones: Mit Version 2.6 ist Schluss

    Firefox OS für Smartphones: Mit Version 2.6 ist Schluss

    Mozilla wird sein Browser-Betriebssystem für Smartphones nicht mehr fortentwickeln. Weiterleben soll es in Produkten des Internet of Things, also zum Beispiel Smart TVs.

  2. Mozilla stellt Authentifizierungsdienst "Persona" ein

    Mozilla stellt Authentifizierungsdienst "Persona" ein

    Der erfolglose Authentifizierungsdienst fällt Mozillas Programm "Great or Dead" zum Opfer – wie schon einige andere Projekte und Features.

  3. Mozilla gibt Firefox OS für Smartphones auf

    Mozilla gibt Firefox OS auf

    Das Smartphone-Betriebssystem wird nicht weiterentwickelt, wurde nun bekannt. Künftig solle es aber "neue Experimente" mit vernetzten Geräten geben.

  4. Mozilla signiert jetzt Firefox-Add-ons

    Mozilla signiert jetzt Firefox-Updates

    Bald wird Mozillas Signatur bei Add-ons für Firefox zur Pflicht: Ohne sie werden Nutzer die Erweiterungen nicht mehr installieren können. Um das vorzubereiten, haben die Browser-Macher nun mit dem Signieren der Add-ons auf ihren Servern begonnen.

  1. Einstieg in die Entwicklung für Firefox OS

    Im Zeitraum von 10. Dezember 2013 bis 10. Januar 2014 stellten Brasilianer den Gutteil der TouchCalc-Nutzer dar (Abb. 2)

    Nach dem überzeugenden Launch des mobilen Betriebssystems der Mozilla Foundation scheint nun erst mal das Tempo etwas heruntergeschraubt zu sein. Zeit für Entwickler, sich mit den Besonderheiten beim Schreiben von Apps für Firefox OS vertraut zu machen.

  2. Build 2016 – eine Zusammenfassung zu Microsofts Entwicklerkonferenz

    Einen Überblick für alle (.NET-)Entwickler, die sich eine kompakte Zusammenfassung zu den Neuigkeiten von Microsofts alljährlicher Entwicklerkonferenz wünschen.

  3. Was Fedora 23 Neues bringt

    Fedora-Desktop

    Fedora will das BIOS-Update erleichtern und macht Fortschritte beim Umstieg auf Wayland. Neu ist auch eine Cinnamon-Distribution und Unterstützung für OpenGL 4.1.

  1. Test: Skoda Superb 1.6 TDI

    Skoda

    Großes Auto, kleine Maschine: Eine Kombination, die nicht nach Fahrspaß klingt. Doch der Skoda Superb fährt sich auch mit dem 1,6 TDI ordentlich, sofern die Prioritäten richtig gesetzt sind

  2. SUV ohne Allrad: Stattgeländewagen

    SUV

    Im Segment der immer beliebter werdenden SUV gibt es seit Jahren kräftigen Aufwuchs bei den Kompakten und Subkompakten. Viele davon werden bereits von Beginn an ohne Allradantrieb konstruiert, die anderen haben 4WDs als Option. Die wichtigsten Vertreter der beiden Gattungen

Anzeige