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Deutsche Schulen: Bei Computerkompetenz nur Mittelmaß

Deutsche Schulen: bei Computerkompetenz nur Mittelmaß

Logo der International Computer and Information Literacy Study (ICILS)

Bild: IEA

Laut der weltweit durchgeführten ICILS-Studie bildet Deutschland beim Einsatz von Computern im Unterricht in manchen Jahrgangsstufen das Schlusslicht. Dafür boomt hierzulande der Markt für außerschulische IT-Angebote.

Deutschland belegt bei einem internationalen Vergleichstest zum Einsatz von Computern in der Schule in vielen Punkten nur hintere Ränge, wie das Nachrichtenmagazin Spiegel in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe schreibt. Die International Computer and Information Literacy Study (ICILS) gilt als eine Art "Computerkompetenz-Pisa" und vergleicht den Grad der Computerintegration im Bildungsalltag von weltweit 20 Ländern.

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Birgit Eickelmann von der Universität Paderborn war an der ICILS-Studie beteiligt: "Rund ein Drittel der Schülerinnen und Schüler hierzulande verlieren den Anschluss und können mit neuen Technologien nicht sinnvoll umgehen". Als Ursache sehen Forscher zum einen die föderale Segmentierung des hiesigen Bildungssystems und fehlende Fortbildungsangebote für Lehrerinnen und Lehrer: "Die digitale Schule wird vom Dienstherrn als Privatangelegenheit auf die Lehrer abgeschoben", so Udo Beckmann, Bundesvorsitzender der Bildungsgewerkschaft VBE.

Derweil macht eine neuen Generation von Bildungs-Start-ups von sich reden, die Kindern außerhalb ihres Schulalltags Spaß an moderner Technik vermitteln will. In Kursen im " Fab Lab", an der "Hacker School", in der "Lego League", auf dem "KidsHackathon" oder mit "Makey Makey" kommen Kinder auf spielerische Art mit Computern & Co. in Kontakt. "Kinder lieben Informatik, wenn man es richtig anstellt", so Stefania Druga, die Gründerin des Projekts "Hackidemia".

Das Problem der Initiativen besteht darin, dass sie oft nur die Kinder erreichen, die sich ohnehin bereits für Technik interessieren. Eine Förderung unabhängig vom Geschlecht und vom finanziellen Hintergrund der Eltern wäre nur im Rahmen des allgemeinen Schulsystems möglich. Von im Rahmen einer weiteren Studie befragten Schülern, die eine ungefähre berufliche Vorstellung von Berufen in der Computer- und IT-Branche hatten, bekundeten rund 6 Prozent ihr Interesse, später einen solchen Beruf ausüben zu wollen. Bei den Schülerinnen waren es weniger als 0,5 Prozent. (sha)

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