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Desktop-PC-Mainboard mit Thunderbolt-Port


Ein Thunderbolt-Kabel überträgt zwei Kanäle mit je 1,25 GByte/s netto.
Bild: Intel
Bisher sind Thunderbolt-(TB-)Ports nur an Apple-Produkten zu finden, doch auf der CES haben unter anderem Acer (Aspire S5) und Lenovo (ThinkPad Edge S430) Ultrabooks mit Thunderbolt-Buchsen gezeigt. Darin stecken auch Intels Core-i-Prozessoren der dritten Generation namens Ivy Bridge sowie die zugehörigen Mobil-Chipsätze der Serie 7. Ebenfalls auf der CES hat die taiwanische Firma MSI nicht nur einen externen Thunderbolt-Grafikadapter angekündigt, sondern verspricht auch Thunderbolt-Anschlüsse für das Desktop-PC-Mainboard Z77A-GD80. Nach einem Bericht der Webseite Hardware-Canucks.com war das ausgestellte Board allerdings noch nicht mit dem nötigen Thunderbolt-Controller bestückt.

Wie der Name des Z77A-GD80 nahelegt, verwendet es den kommenden Chipsatz Z77 aus der Serie 7 alias Panther Point, der mit den Ivy-Bridge-Prozessoren vermutlich um Ostern herum debütieren wird. Man vermutet, dass die neue Prozessorbaureihe aus der 22-Nanometer-Produktion nicht wesentlich schneller rechnen wird als die aktuellen Sandy-Bridge-Chips, aber effizienter mit Energie umgeht. Außerdem bringen die Core-i-3000-Chips die DirectX-11-tauglichen GPU-Kerne HD 2500 oder HD 4000, die Serie-7-Chipsätze enthalten USB-3.0-Controller.

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Thunderbolt-Adapter belegen vier PCIe-2.0-Lanes Vergrößern
Bild: Intel
Anscheinend ist direkt im Chipsatz kein Thunderbolt-Controller integriert, sondern es werden zusätzliche Chips nötig. Bisher dokumentiert Intel die eigenen Thunderbolt-Adapter nicht öffentlich. Eine Präsentation (PDF-Datei) von MSI aus dem vergangenen Jahr legt nahe, dass man künftige TB-Controller auch per PCIe 3.0 anbinden könnte: Die beiden Übertragungskanäle eines TB-Kabels transferieren jeweils 10 Gigabit an Daten pro Sekunde netto, also jeweils 1,25 GByte/s. Das ist mehr, als eine einzelne PCIe-3.0-Lane schafft, nämlich 1,0 GByte/s. Allerdings werden die Serie-7-Chipsätze wohl ausschließlich PCIe-2.0-Lanes besitzen, PCIe-3.0-tauglich sind nur die PCIe-Ports der Ivy-Bridge-Prozessoren – ebenso wie es jetzt schon beim Core i7-3900 (Sandy Bridge-E) und dem Chipsatz X79 der Fall ist.

Theoretisch müssten sich TB-Ports auch per Adapterkarte nachrüsten lassen, wobei allerdings die Anbindung des DisplayPorts ungeklärt ist. Die bisher veröffentlichten Informationen zu Thunderbolt lassen allerdings die Interpretation zu, dass sich TB auch ohne DP nutzen lässt, also ohne Grafiksignale. Eine PCIe-2.0-TB-Steckkarte müsste als x4-Karte ausgeführt sein: Zwei PCIe-2.0-Lanes liefern zusammen erst 1,0 GByte/s, außerdem sind weder x2- noch x3-Steckplätze spezifiziert: Karten gibt es nur für die Steckplatztypen x1, x4, x8 oder x16.

Die von Intel für 2012 versprochenen, optischen TB-Kabel scheinen sich unterdessen der Marktreife zu nähern: Nach eigenen Angaben hat der Chiphersteller Ensphere im vergangenen Jahr mehr als eine halbe Million seiner optischen 10-Gbps-Transceiver ESI-XVR10100 ausgeliefert. Diese sind zum Einbau in die elektrischen Steckverbinder optischer TB-Kabel oder für Light-Peak-Verbindungen gedacht. In den elektrischen TB-Kabeln steckt hingegen ein Transceiver von Gennum. (ciw)

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