Logo von heise online

Suche
Urs Mansmann 60

Carpo stellt DSL- und VoIP-Vermarktung ein

Beim anhaltenden Preiskampf im DSL-Markt können kleinere Wettbewerber offenbar nicht mehr mithalten. Der Provider Carpo teilte am heutigen Sonntag mit, dass er die Vermarktung von DSL- und VoIP-Anschlüssen mit sofortiger Wirkung einstellt. Das ist allerdings nur der Auftakt zum kompletten Ausstieg des Unternehmens aus diesem Marktsegment. Carpo-Gründer und Geschäftsführer Michael Urban stellt in einer Pressemitteilung fest, dass Carpo als DSL-Provider zu klein sei, um bestehen zu können. Auch ein reines VoIP-Angebot habe gegen die DSL- und VoIP-Kombiangebote der Netzbetreiber keine Chance mehr.

Anzeige

Was mit den Bestandskunden geschieht, ist indes noch unklar. Den Resale-Kunden hat Carpo bereits vor rund zwei Wochen gekündigt; hier kam dem Anbieter die kurze Vertragslaufzeit entgegen. Seit längerer Zeit vermarktete das Unternehmen aber auch DSL-Vollanschlüsse mit Vertragslaufzeiten von 12 oder 24 Monaten. Hier kann Carpo nicht einfach alle Dienste und die Betreuung der Kunden einstellen, sondern muss zunächst die Laufzeit abwarten und fristgerecht kündigen. Die Betroffenen will Carpo nun unverzüglich informieren. In den kommenden Wochen und Monaten will das Unternehmen den Noch-Kunden "Alternativ-Lösungen vorstellen", die Hotline werde die Kunden dabei beraten. Im Sommer 2009 will Carpo "mit einer neuen Vision und einem innovativen Produkt einen völlig neuen Markt bedienen". Das Team in Ratingen bleibe bestehen und arbeite bereits intensiv an dem neuen Projekt. (uma)

60 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Anschlussmissbrauch durch schwerwiegende Lücke bei o2

    o2-Lücke

    Seit über einem Jahr versucht o2 eine Schwachstelle im DSL-Netz zu schließen, durch die man fremde VoIP-Anschlüsse kapern kann. Bisher ist das nur zum Teil gelungen.

  2. Werbung im mobilen Internet: Karibischer Provider blockt mit Shine

    Smartphone

    Ein neuer Schlag für die Werbeindustrie: Der Provider Digicel will Anzeigen in seinem Netz blockieren. Es sei denn, die Werbekonzerne zahlen auch an den Provider.

  3. Ende des Routerzwangs: AVM sichert erste Geräte zu

    Ende des Routerzwangs: AVM sichert erste Geräte zu

    Der freie Routermarkt kommt zwar, aber möglicherweise nicht für alle Kunden, weil sich manche Provider offenbar nicht schnell genug darauf einstellen. Dennoch glaubt AVM, zum 1. August betriebsbereite Geräte anbieten zu können.

  4. Windows 10 Enterprise für KMUs im Abo

    Windows 10

    Microsoft stellt durch seine Cloud Solution Provider künftig Windows 10 Enterprise für kleinere und mittlere Unternehmen zur Verfügung – auch im monatlichen Abonnement.

  1. Routerzwang Reloaded

    Routerzwang Reloaded

    Seit dem 1. August ist das Gesetz zur Endgerätefreiheit am Internetanschluss in Kraft, die Anpassungsfrist für Provider zu Ende. Doch der freie Routermarkt ist fern, weil noch vieles im Argen liegt.

  2. Peer-to-Peer-Netze machen Mobilfunkern Konkurrenz

    Peer-to-Peer-Netze machen Mobilfunkern Konkurrenz

    Vor allem in den USA ist der Internet-Zugang für Endkunden mangels Wettbewerb oft teuer und langsam. Aus weniger weit entwickelten Ländern kommen Beispiele dafür, wie geschicktere Regulierung aussehen könnte.

  3. Hintergrund: Leica vor Kultur-Revolution?

    Hintergrund: Leica vor Kultur-Revolution?

    Ein Spezialist für Consumer Electronics an der Spitze eines markengeprägten Unternehmens? Beim hessischen Traditionsunternehmen Leica Kamera AG übernimmt demnächst Oliver Kaltner den Vorstandsvorsitz. Steht jetzt eine Kultur-Revolution in Wetzlar an? Eine Analyse.

  1. VW I.D.: Studie eines Elektroautos in Paris

    VW I.D.

    VW stellt auf der Messe in Paris die Studie eines E-Autos vor. Ein Serienmodell soll folgen, allerdings lässt man nach bewährtem Konzept der Konkurrenz den Vortritt: Erst 2020 soll der VW I.D. auf den Markt kommen. Zu spät?

  2. Vorstellung Audi Q5

    Audi Q5

    Audi verzichtet beim neuen Q5 auf größere Veränderungen beim Design und konzentriert sich eigenen Angaben nach auf innere Werte. Bei den Motoren dürfte Audi seine Karten noch nicht komplett offengelegt haben - alles andere wäre überraschend

Anzeige