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Carpo stellt DSL- und VoIP-Vermarktung ein

Beim anhaltenden Preiskampf im DSL-Markt können kleinere Wettbewerber offenbar nicht mehr mithalten. Der Provider Carpo teilte am heutigen Sonntag mit, dass er die Vermarktung von DSL- und VoIP-Anschlüssen mit sofortiger Wirkung einstellt. Das ist allerdings nur der Auftakt zum kompletten Ausstieg des Unternehmens aus diesem Marktsegment. Carpo-Gründer und Geschäftsführer Michael Urban stellt in einer Pressemitteilung fest, dass Carpo als DSL-Provider zu klein sei, um bestehen zu können. Auch ein reines VoIP-Angebot habe gegen die DSL- und VoIP-Kombiangebote der Netzbetreiber keine Chance mehr.

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Was mit den Bestandskunden geschieht, ist indes noch unklar. Den Resale-Kunden hat Carpo bereits vor rund zwei Wochen gekündigt; hier kam dem Anbieter die kurze Vertragslaufzeit entgegen. Seit längerer Zeit vermarktete das Unternehmen aber auch DSL-Vollanschlüsse mit Vertragslaufzeiten von 12 oder 24 Monaten. Hier kann Carpo nicht einfach alle Dienste und die Betreuung der Kunden einstellen, sondern muss zunächst die Laufzeit abwarten und fristgerecht kündigen. Die Betroffenen will Carpo nun unverzüglich informieren. In den kommenden Wochen und Monaten will das Unternehmen den Noch-Kunden "Alternativ-Lösungen vorstellen", die Hotline werde die Kunden dabei beraten. Im Sommer 2009 will Carpo "mit einer neuen Vision und einem innovativen Produkt einen völlig neuen Markt bedienen". Das Team in Ratingen bleibe bestehen und arbeite bereits intensiv an dem neuen Projekt. (uma)

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