Logo von heise online

Suche
Andreas Wilkens 36

Britische Ärzte können Apps "verschreiben"

Britische Hausärzte können ihren Patienten demnächst Smartphone-Anwendungen "verschreiben", die ihrer Gesundheit dienlich sind. Dabei sollen sie aus einer Liste von knapp 500 Apps auswählen, die in einer öffentlichen Abstimmung mit Hilfe von 12.600 Stimmen und Kommentaren festgelegt wurde. Das teilte am heutigen Mittwoch das britische Gesundheitsministerium mit. Die Anwendungen sollen entweder kostenlos oder zu einem geringen Preis erhältlich sein.

Anzeige

Die Anwendungen helfen ihren Nutzern beispielsweise im Umgang mit langwierigen Krankheiten wie Diabetes, mit posttraumatischen Belastungen oder zur Beobachtung des Blutdrucks, hieß es weiter. Auch könnten Nutzer mit den Apps Dienste des Nationalen Gesundheitsdienstes (NHS) auf einer Landkarte ausfindig machen und sich Tipps für eine gesunde Lebensführung und Ernährung holen. Nutzer der Anwendung "Patients Know Best" können ihre eigene Patientenakte mit Hilfe der Krankenhausaufzeichnungen pflegen, kontrollieren, wer alles Zugriff auf sie hat und Online-Visiten mit Ärzten vereinbaren.

Die britische Regierung entwickelt derzeit eine Informationsstrategie für das Gesundheitssystem. Dazu gehöre neben den Apps auch das Informationsportal NHS Choices mit monatlich über 14 Millionen Besuchern. Die nächsten Schritte der Strategie sollen im Frühling bekannt gegeben werden. (anw)

36 Kommentare

Anzeige
  1. ConHIT: Die elektronische Gesundheitskarte kann mehr

    Hermann Gröhe

    Mit der Forderung nach besserer Vernetzung hat Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe die ConHIT in Berlin eröffnet, eine Fachmesse für Medizin-IT. "Die elektronische Gesundheitskarte kann mehr und das möglichst bald", erklärte er.

  2. Erster Pharmakonzern nutzt Apples ResearchKit

    ResearchKit- und Apple-Health-App.

    Nach diversen Hochschulen interessiert sich nun auch ein Medikamentenhersteller für die iPhone- und Apple-Watch-Medizinforschungsplattform. Eine erste Studie zum Thema Gelenkrheumatismus läuft.

  3. Großbritannien: Google-Tochter DeepMind darf Millionen Patientendaten auswerten

    Spähprogramm

    Die Google-Tochter DeepMind hatte jüngst mit dem Erfolg ihrer KI im wohl öffentlichkeitswirksamsten Go-Spiel für Schlagzeilen gesorgt. In Großbritannien will sie bei der Gesundheitsvorsorge helfen und bekommt dafür Zugriff auf viele Patientendaten.

  4. Internet Watch Foundation will Bitcoinzahlungen für Kinderpornos nachverfolgen

    Bitcoin

    Der Bitcoin rollt - leider auch für Zahlungen für kinderpornografisches Material, wie die britische Internet Watch Foundation sagt. Die Organisation arbeitet deshalb mit einem Startup zusammen, um diesen Geldflüsse nachzugehen.

  1. Der zweite Fuß in der Tür

    Eine Kooperation der Google-Tochter DeepMind auf dem Gesundheitssektor jagt die nächste. Nachdem sich die britische Softwareschmiede bereits mit Nierenpatienten beschäftigt, strebt sie nun die Diagnose von Augenkrankheiten an.

  2. c't uplink 8.0: Apple HomeKit im Test, TV-Technik zur IFA, PGP bei GMX und Web.de

    c't uplink 8.0

    Wir testen in c't uplink Apples Heim-Automatisierung HomeKit, blicken in die Fernseher der Zukunft und verschlüsseln unsere E-Mails.

  3. Episode 50: Echte Cross-Plattform-Anwendungsentwicklung

    In der mittlerweile 50. Episode des SoftwareArchitekTOUR-Podcasts geht es dieses Mal um die "echte" Cross-Plattform-Anwendungsentwicklung. Ziel ist auch eine Abgrenzung zu verbreiteten Multi-Plattform-Ansätzen.

  1. Sonderheft c't Raspberry mit und ohne Starterset

    Sonderheft c't Raspberry mit und ohne Starterset

    Ab 5. September gibt es das Sonderheft c't Raspberry im Handel, ab sofort ist es im heise-shop bestellbar – als Einzelheft oder zusammen mit dem Starterset zum Sonderpreis.

  2. AVM kündigt weitere Fritzbox und Smart-Home-Zubehör an

    IFA: AVM kündigt zwei weitere Fritzboxen und Smart-Home-Zubehör an

    Darunter ist der erste intelligente Heizkörperregler von AVM wie auch eine neue MyFritz-App und ein Ausblick auf ein smartes FritzOS.

  3. Kopfhöreranschluss ade: Das "iPhone 7" im Anflug

    iPhone

    Große iPhone-Geheimnisse kann Apple nur noch schwer bewahren: Das Ende der Klinkenbuchse und Details zum Gehäuse-Design gelten längst als sicher. Doch es bleibt Platz für Überraschungen.

  4. Akoya S3409: Medion bringt flaches 13-Zoll-Notebook mit Kaby Lake

    Akoya S3409: Medion bringt flaches 13-Zoll-Notebook mit Kaby Lake

    Das Akoya S3409 lässt sich mit i7-Doppelkern der siebten Core-i-Generation, bis zu 512 GByte SSD-Speicher und einem QHD+-Display bestücken.

Anzeige