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Blu-ray-Entwickler erheben Gebühren über Lizenz-Konsortium

Rund ein halbes Jahr nach Gründung des Blu-ray-Lizenzpools One-Blue haben sich nun auch Cyberlink, Hitachi, HP, JVC, LG, Dell, Pioneer, Samsung, Yamaha, Taiyo Yuden, Fujitsu und zuletzt Sharp dem Club der Lizenzgeber angeschlossen. Mitglieder, die bis Ende 2011 ihren Beitritt erklärten, sollen einen höheren Anteil aus dem Ausschüttungs-Pool der vergangenen Jahre erhalten. Erste Verhandlungen zur Vereinheitlichung der Patentabgaben hatten bereits 2006 begonnen, doch erst jetzt scheinen die Blu-ray-Entwickler sich geeinigt zu haben.

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Wer bislang Blu-ray-Player, -Software oder -Discs produzieren wollte, musste sich mit einer ganzen Reihe von Entwicklern auseinandersetzen, um die nötigen Lizenzen zur Nutzung ihrer patentierten Technologien zu erwerben. Um dies zu vereinfachen und Streitigkeiten auszuräumen, hatten die wichtigsten Patentinhaber – darunter Panasonic, Philips und Sony – im Juli 2011 ein neues Lizenz-Programm unter dem Namen One-Blue aufgelegt.

Offiziell von One-Blue lizenzierte Hersteller müssen für jeden Blu-ray-Player, den sie verkaufen, 9 US-Dollar Gebühren an One-Blue abführen. Für eine Playback-Software werden 2 US-Dollar fällig. Bei einer vorbespielten Film-Disc gehen 9,75 US-Cent an den Patent-Pool, ein einmal beschreibbarer Blu-ray-Rohling kostet einen US-Cent mehr. Offizielle Lizenznehmer von One-Blue können in der Datenbank des Konsortiums abgerufen werden.

One-Blue will eng mit Zollbehörden zusammenarbeiten, um Lieferungen nicht lizenzierter Hardware, Discs und Software an den Grenzen abzufangen. In der Vergangenheit hatte Philips als Verwalter der Rechteinhaber für viele CD- und DVD-Entwickler dies bereits mehrfach durchgeführt, indem es nicht lizenzierte Rohlinge und DVD-Player an den EU-Grenzen einkassieren ließ. Hersteller – vor allem aus dem asiatischen Raum – hatten hingegen argumentiert, die Lizenzabgaben für CD und DVD seien zu hoch und ständen in einem schlechten Verhältnis zu den realen Produktionskosten und Erlösen.

Als Ziel hat One-Blue ausgegeben, künftig der einzige Ansprechpartner zur Lizenzierung für Blu-ray-Produkte zu sein. Allerdings scheinen noch nicht alle Patent-Inhaber, deren Technologien bei der Blu-ray Disc zum Einsatz kommen, dem Club beigetreten zu sein. So heißt es auf der Webseite der Organisation, man stehe mit anderen namhaften Herstellern in Verhandlungen. Sollten diese eine Mitgliedschaft ablehnen, müssten Blu-ray-Hersteller sich künftig – wie auch bei der CD und DVD – mit mehreren Patentinhabern und -Pools auseinandersetzen. (hag)

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