Logo von heise online

Suche
9

Bitkom fordert neue Infrastrukturpolitik

Die öffentliche Hand müsse die Digitalisierung wichtiger Infrastruktur aktiver vorantreiben, forderte am Donnerstag der Branchenverband Bitkom. Zentrale Punkte lassen sich im neuen Grundsatzpapier "Der Staat als Gestalter der digitalen Welt" (PDF-Dokument) nachlesen.

Anzeige

Um der rasanten technologischen Entwicklung und Herausforderungen wie etwa der Energiewende begegnen zu können, ist dem Bitkom zufolge eine umfassende industriepolitische Agenda für Deutschland nötig. Der Staat müsse unter anderem den Breitband-Ausbau durch ein investitionsfreundliches Klima fördern und Anreize für den Aufbau intelligenter Netze schaffen. In Summe seien Investitionen in dreistelliger Milliardenhöhe erforderlich, die von der Wirtschaft und vom Staat gemeinsam getragen werden sollten.

Im Grundsatzpapier werden die Bereiche Energie, Verkehr, Gesundheit, Bildung und öffentliche Verwaltung als wesentliche Handlungsfelder genannt. Dazu gibt der Bitkom zahlreiche Empfehlungen, unter anderem die beschleunigte Einführung der elektronischen Gesundheitskarte, die Förderung von Investitionen in Smart Grids und die steuerliche Begünstigung von elektronischer Heimvernetzung. Außerdem solle die Toll-Collect-Infrastruktur für Mehrwertdienste geöffnet und der Aufbau einer einheitlichen Ladeinfrastruktur für Elektromobile unterstützt werden. Ebenso wird für die Schaffung einer deutschen Hochschul-Cloud plädiert, die als zentrale Plattform für Universitäten und Fachhochschulen dienen soll.

In dem Zusammenhang betonte der Bitkom auch die Bedeutung des Vertrauens in die Sicherheit der neuen Technologien. Dabei sei in der "Daten-Standortpolitik" nicht nur das hohe Datenschutzniveau wichtig, sondern auch eine breitere Akzeptanz der Nutzung persönlicher Daten. “Grundlage jeder neuen Anwendung in der digitalen Welt ist die Verarbeitung von Informationen, für die Daten erhoben, gespeichert und übertragen werden müssen“, findet jedenfalls Bitkom-Präsident Dieter Kempf. (axk)

9 Kommentare

Themen:

  1. Breite Kritik am Referententwurf zum eHealth-Gesetz

    Breite Kritik am Referententwurf zum eHealth-Gesetz

    Der vom Bundesgesundheitsministerium vorgelegte Referentenentwurf zu einem eHealth-Gesetz wird von Datenschützern und Krankenkassen kritisiert. Der Industrie geht er nicht weit genug.

  2. Bund will die digitale Verwaltung und Open Data vorantreiben

    Schluss mit Papier

    Die Bundesregierung hat das Programm "Digitale Verwaltung 2020" und einen Aktionsplan für offene Daten beschlossen. Papierordner sollen von der E-Akte abgelöst, De-Mail und die elektronische Identifizierung ausgebaut werden.

  3. Telekom und Polizei für neue Vorratsdatenspeicherung

    Telekom und Polizei für neue Vorratsdatenspeicherung

    Bürgerrechtler und Verbraucherschützer kritisieren den Vorstoß für eine neue Vorratsdatenspeicherung von Justizminister Heiko Maas. In der Netzwirtschaft herrscht zumindest Skepsis. Es gibt aber auch Unterstützer.

  1. IT-Mittelstand: Money makes the world go round

    Softwareunternehmer und Verbandschef Oliver Grün

    Den Nationalen IT-Gipfel vergangene Woche in Essen nutzten wieder zahlreiche Verbände, Organisationen und Interessensgruppen, um Ihre Themen in den Vordergrund zu rücken. Ein Dauerbrenner: Das Thema Finanzierung und Kapital, diesmal vor allem für Gründer und KMUs. Ohne Moos nix los. Aber ist Geldbeschaffung wirklich das Problem?

  2. Open Technology Institute: "Es ist Zeit, Obama zur Rechenschaft zu ziehen"

    "Was die Obama-Regierung erreicht hat ist im Vergleich zu ihren Wahlversprechen 2008| jämmerlich inadäquat, nach ihren eigenen Kriterien." Meinrath leitet das Open Technology Institute der New America Foundation in Washington, DC. Seine Organisation ist unter anderem für das "Internet aus dem Koffer" bekannt.

  3. Programme und Positionen zur Europawahl 2014: Die Grünen

    gruene.de

    Die Grünen sehen in der EU als "erfolgreiche Antwort auf engstirnigen Nationalismus". In ihrem Programm zur Europawahl fordern sie unter anderem, dass die zunehmende Militarisierung" des Internets begrenzt und langfristig abgebaut werden soll.

  1. Die Leichtigkeit des Seins

    Vergiss die 200-PS-Monster! Das ideale Spaßmobil ist klein und wendig. Die KTM 390 Duke ist der quirlige Derwisch der Landstraße und König der City. Achtung, Suchtgefahr!

  2. Träumen ist Pflicht

    BMWs Hommage an den 3.0 CSL für den Concorso d’Eleganza

    BMW zeigt beim elitären Concorso d’Eleganza am Comer See die spektakuläre Neuauflage seines 3.0 CSL aus den popfarbenen 70er Jahren. Es wird bei einem Einzelstück bleiben

  3. Absturzursache des Militär-Airbus A400M wird offenbar angezweifelt

    Absturzursache des Militär-Airbus A400M wird offenbar angezweifelt

    Die Zulassungsprüfer der Luftwaffe befürchten ein grundsätzlicheres Problem als die vom Hersteller Airbus angegebene Ursache des Absturzes eines Militärtransporters.

  4. Zulassungszwerge: Zwischen Auslaufmodell und Luxusmobil

    Die Zulassungszahlen für Neufahrzeuge machen dem Autohandel wieder mehr Freude. 291.396 Bundesbürger ließen im April ein neues Auto zu. Wie seit Jahrzehnten steht der VW Golf an erster Stelle. Am Tabellenende stehen zehn Modelle, die im April maximal drei Neue auf die Straße brachten

Anzeige