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Banken-Seiten weiterhin unsicher

Im September berichtete das Computermagazin c't über ungenügende Sicherheit bei Banken-Websites. Der 16-jährigen Schüler Armin Razmdjou hatte auf den Web-Seiten von 17 Banken Cross Site Scripting Lücken entdeckt. Als er drei Monate später die Web-Auftritte der Banken nochmals testete, fand er in jedem Web-Auftritt erneut ernst zu nehmende Sicherheitslücken, berichtet c't in der nächsten Ausgabe. Benjamin Strebel kam auf die gleiche Idee und konnte weitere Lücken aufdecken.

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Bei der DKB-Bank und Cortal Consors ging es sogar ans Eingemachte. Über geschickt gewählte URLs konnte man Zugriff unter anderem auf Systemdateien des Servers erlangen. Über derartige Lücken lassen sich oft wichtige Daten auf den betroffenen Systemen ausspionieren. Die anderen Lücken ermöglichten vor allem wieder so genanntes Cross Site Scripting, das sich etwa für raffinierte Phishing-Attacken ausnutzen ließe. Häufige Ursache waren Zusatzangebote wie Börsenkurse (Hypo Vereinsbank, DAB), Finanzberatung (Postbank) oder ein Stellenmarkt (Allianz). Aber bei der WestLB, der HSH Nordbank und der Bank of Scotland waren sogar die Login-Seiten nicht ausreichend gesichert.

Nachdem heise Security die Banken über die Probleme unterrichtete, wurden diese innerhalb weniger Tage behoben. Das gilt im Übrigen auch für ein Sicherheitsproblem auf den Seiten der Credit Europe Bank, auf das der Sicherheitsberater Dirk Wetter die Bank zuvor bereits neun Monate auf verschiedenen Wegen aufmerksam machte. Ganz offenbar ist die Angst vor schlechter Presse immer noch eines der wichtigsten Antriebsmomente zur Verbesserung der Sicherheit. Zu diesem Schluss kommt auch Daniel Bachfeld in seinem Kommentar Druckerhöhung auf heise Security.

Die c't-Ausgabe 4/11 mit dem Artikel "Sicherheit: mangelhaft" erscheint am Montag, dem 31. Januar; Abonnenten sollten sie bereits am Samstag im Briefkasten haben. (ju)

86 Kommentare

Themen:

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