Logo von heise online

Suche
155

Apple nickt Audiostreaming zwischen Apps ab

Musiker finden auf iPad, iPhone und iPods unzählige Apps, mit denen man etwa Aufnahmen machen, virtuelle Instrumente spielen, Effekte hinzufügen und Loops erzeugen kann. Wollte man jedoch etwa in einer Anwendung eine Melodie einspielen und diese in einer anderen mit Effekten versehen, führte bislang praktisch kein Weg daran vorbei, die Daten von App A etwa in der Cloud zwischenzuspeichern, um sie später in App B zur Nachbearbeitung wieder einzuladen.

Anzeige

Damit soll nun Schluss sein: Apple hat nach Angaben der Entwickler das "Audiobus"-System zugelassen, eine Software-Schnittstelle, mit der sich auf iOS-Geräten Audiostreams von einer App zu anderen streamen lassen. Die für den Betrieb notwendige zentrale Audiobus-App, die auf iPad, iPhone und iPod touch ab iOS 5.0 läuft, soll ab dem kommenden Montag (10. Dezember) für rund 10 US-Dollar im App Store erhätlich sein.

Zum Start sollen zudem 11 Musik-Apps erscheinen, die Audiobus bereits unterstützen – namentlich Funkbox (Eingang), JamUp XT (Effekte), JamUp Pro XT (Effekte), Loopy (Eingang und Ausgang), Loopy HD (Eingang und Ausgang), MultiTrack DAW (Ausgang), NLog MIDI Synth (Eingang, Effekte und Ausgang), NLog Synth PRO (Eingang, Effekte und Ausgang), Rebirth for iPad (Eingang), SoundPrism Pro (Eingang) und Sunrizer Synth for iPad (Eingang). Weitere Anwendungen sollen kurze Zeit später folgen.

Ein SDK ist ebenfalls verfügbar, nach Angaben der Audiobus-Macher haben mittlerweile rund 750 Drittentwickler Interesse an dem System angemeldet. Entgegen früheren Meldungen soll es anfangs wohl keine Unterstützung für die drahtlose Weitergabe der Streams zwischen Apps geben, die auf verschiedenen iOS-Geräten laufen.


Demonstration des Audiobus-Systems mit verschiedenen Apps.
(nij)

155 Kommentare

Themen:

  1. Stressfreie Audio-Verbindung zwischen iPhone/iPad und Mac

    Stressfreie Audio-Verbindung zwischen iPhone/iPad und Mac per Midi & Audiomux

    Mit Midimux und Audiomux können MIDI- und Audio-Daten zum Mac-Rechner direkt über das USB-Ladekabel eines iPhone oder iPad transferiert werden. Eine Windows-Version soll folgen.

  2. Neues Widget: Musik aus der Mitteilungszentrale

    Neues Widget: Musik aus der Mitteilungszentrale

    Mit Music Center lässt sich aus der "Heute"-Ansicht unter iOS auf die gesamte Songbibliothek auf dem Gerät zugreifen. Ob Apple das auf Dauer hinnimmt, ist allerdings unklar.

  3. Apple verbilligt Produktivitäts-Apps für iOS

    Screenshot App Store

    Insgesamt 20 bekannte Titel vom Listenmanager über die Kalenderanwendung bis hin zum mobilen Scanner werden derzeit vergünstigt offeriert.

  1. AirPlay geht fremd

    Apples Streaming-Technik überträgt Musik gleichzeitig an im Haus verteilte Lautsprecher und schickt Fotos und Videos drahtlos und live auf das Apple TV und den Fernseher. Die Technik steckt in Mac und iOS-Geräten schon drin, für Windows und Android kann man sie nachrüsten. AirPlay funktioniert auch ganz ohne Apple.

  2. Kulturtipps

    Gesund soll es sein und besser schmecken, das Gemüse aus dem eigenen Garten. Rechtzeitig pflanzen, richtig pflegen – für all das gibt es unzählige Ratgeber. Auch digitale. Und mit dem Tablet oder Smartphone ist man auch im Garten gut unterwegs.

  3. Was alles neu für App-Entwickler mit iOS 7 ist

    Das iPhone samt zugrunde liegenden iOS hat nicht nur den Mobile-Markt in seinen Grundfesten erschüttert. Bei dem auf Apples WWDC-Messe angekündigten iOS 7 sind nun an einigen Stellen signifikante Änderungen vorgenommen worden, die sich iOS-Entwickler anschauen sollten.

  1. BeagleCore: Mini-Mikrocontroller-Board fürs Internet der Dinge bei Kickstarter

    BeagleCore: Mini-Mikrocontroller-Board fürs Internet der Dinge bei Kickstarter

    Der BeagleBone Black ist nie so ein richtiger Renner geworden, trotz technischer Vorzüge und seines günstigen Preises. Eine Miniaturausgabe soll dem Mikrocontroller-Board jetzt aber den Einsatz in vernetzten Geräten erschließen.

  2. Kraftkur für Einsteiger

    Die EU-weite Anpassung des Führerscheins brachte wenigstens bei der Einteilung des Motorrad-Stufenführerscheins eine erfreuliche Überraschung. Einsteiger dürfen nun mit 48 PS loslegen. Eine Kollektion passenden Motorräder finden Sie hier

  3. Ruhe vor dem Sturm

    Nach zehn Jahren Produktionsdauer gilt eine Baureihe als überfällig. Beim Lamborghini Gallardo ist die späte Ablösung verschmerzbar, mit gut 14.000 gebauten Exemplaren in zehn Jahren war er der erfolgreichste Lamborghini. Sein Nachfolger heißt Huracán

  4. Krach im Garten

    Ertaubt aber glücklich wankt von hinnen, wer die Gartenparty von Goodwood erleben durfte. So viel Rennatmosphäre zum Anfassen, so eine Menge historischer Autos und lebender Motorsportlegenden in so kurzer Zeit auf so engem Raum gibt es wohl nur hier

Anzeige