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Apple kontert Motorola-Patentklage mit eigenen Vorwürfen

Nächstes Kapitel im Patentkrieg der Smartphone-Hersteller: Jetzt erwidert Apple eine Klage von Motorola mit einem Gegenangriff. Der iPhone-Anbieter wirft Motorola vor, sechs Patente zu verletzen. Dabei geht es vor allem um die Multitouch-Technik, bei der man einen berührungsempfindlichen Bildschirm auch mit mehreren Fingern und Gesten bedienen kann. Dies geht aus Gerichtsdokumenten hervor, die die Websites PatentlyApple und ZDNet am Wochenende veröffentlichten. Apple hatte sich die Multitouch-Technik weitgehend patentieren lassen.

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Als Ziel hinter Motorola steht Google mit seinem Smartphone- Betriebssystem Android, das von diversen Handy-Herstellern genutzt wird. Motorola, lange angeschlagen, rappelt sich gerade mit Android-Telefonen wieder auf. Der Handy-Pionier ist bereits vom Microsoft-Konzern verklagt worden, der sein neues mobiles Betriebssystem Windows Phone 7 auf den Markt bringt. Auch Apple kämpft schon auf der Patentfront mit Android: HTC, einer der wichtigsten Hersteller der Google-Telefone, und der iPhone-Anbieter klagen gegeneinander.

Motorola hatte Apple Anfang Oktober vorgeworfen, 18 Patente zu verletzen. Dabei geht es um Mobilfunktechniken, Antennenkonstruktion, E-Mail-Übermittlung, Software-Management, ortsbezogene Dienste und das Synchronisieren verschiedener Geräte – kurzum so ziemlich alles, was ein modernes Smartphone ausmacht.

In dem harten Konkurrenzkampf auf dem Mobilfunk-Markt greifen die Rivalen zuletzt immer häufiger zu Patentklagen. So bekriegen sich Apple und Weltmarktführer Nokia ebenfalls vor Gericht. (dpa) (se)

70 Kommentare

Themen:

  1. LTE-Patente: Apple verklagt Ericsson, Ericsson klagt zurück

    iPhone 6 und iPhone 6 Plus

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  2. Apple, Microsoft & Co. gegen Google: Große Patentklage beigelegt

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  3. Smartphones: Sony überholt Nokia

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  1. Windows Phone 8 mobilisiert nicht nur .NET-Entwickler

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  3. Internetgigant mit grenzenloser Macht

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    Unterwegs im Porsche Macan S Diesel

    Porsche hat mit dem Macan offenbar einen Volltreffer beim Geschmack der Kunden gelandet. Die Deutschen greifen zu rund 70 Prozent zur Selbstzünderversion, die ab 59.120 Euro zu haben ist. Wir stiegen in den Macan S Diesel um ein Gespür dafür zu kriegen, was dieses Auto so attraktiv macht

  2. Frische Nase

    Hyundai ix20

    Rund fünf Jahre hat Hyundai sich mit einem Update für den ix20 Zeit gelassen –für die sonstigen Auffrischungsintervalle der Marke eine ungewöhnlich lange Zeit. Angesichts dessen fallen die Veränderungen ziemlich überschaubar aus – bis auf einen Punkt

  3. Upgrade auf Windows 10: Vorsicht vor gefälschter E-Mail

    Update auf Windows 10: Vorsicht vor gefälschter E-Mail

    Online-Kriminelle nutzen den Start von Windows 10 aus, um Opfern einen Verschlüsselungs-Trojaner unterzujubeln. Zielgruppe sind die Nutzer, bei denen der Download des neuen Betriebssystems noch nicht bereitsteht.

  4. Der große Wagen

    Skoda

    Der neue Superb Combi darf wieder als gelungene Erscheinung gelten, was nicht nur für seine äußere Gestaltung gilt. Skoda hat wie bei der Limousine an den entscheidenden Stellen nachgebessert, ohne jene Tugenden zu vernachlässigen, die ihn erfolgreich gemacht haben

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