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Andreas Wilkens 55

All you can read: US-Großverlage bringen gemeinsamen Kiosk online

US-Zeitschriften wie People, Sports Illustrated, The New Yorker, Glamour, Elle oder auch Time sind nun als digitale Ausgaben über einen gemeinsamen Kiosk abrufbar – und zwar auch als monatliche Flatrate. Damit haben die Großverlage Condé Nast, Hearst, Meredith, News Corp und Time ihre im Januar 2011 bekannt gewordenen Pläne für einen gemeinsamen Web-Kiosk wahrgemacht.

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Nutzer können Titel einzeln beziehen, bezahlen dann beispielsweise 4 US-Dollar für eine Ausgabe von People, oder sie entscheiden sich zwischen den Angeboten "Unlimited Basic" für 10 US-Dollar oder "Unlimited Premium" für 15 US-Dollar im Monat. Im ersten Fall können sie nach dem Prinzip "All you can eat" frei in 27 monatlich erscheinenden Magazinen schmökern, im zweiten Fall kommen fünf Wochentitel hinzu. Die Nutzer benötigen eine spezielle Anwendung, über die sie die Titel nicht nur online, sondern nach einem Download auch offline lesen könne.

Das vom Joint Venture der Verlage, Next Issue Media (NIM), betriebene Angebot ist zunächst nur für US-Amerikaner und für Android-Tablets gedacht, weitere Länder sowie Unterstützung für Apples iPad sind geplant. Für die Lektüre geeignet sind Tablets mit den Android-Versionen 3.x und 4.x mit mindestens 7 Zoll Bildschirmdiagonale. NIM will laut US-Medienberichten die Anwendung fürs iPad in den nächsten Wochen zur Prüfung bei Apple einreichen.

Die Abos sind jederzeit kündbar, ansonsten werden sie monatlich automatisch verlängert. Kündigungen sind allerdings nicht über die App möglich, sondern nur über die NIM-Website. Falls Apple das NIM-Angebot in seinem App Store zulässt – dort sind Magazine bislang einzeln als Apps oder über den "Zeitungskiosk" beziehbar –, könnten die fünf Verlage die 30 Prozent Anteil am Umsatz umgehen, die Apple sonst einstreichen würde, schreibt das Wirtschaftsmagazin Forbes. (anw)

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