Logo von heise online

Suche
14

ARPA-E optimiert Prozesse

Die Advanced Research Projects Agency-Energy, kurz ARPA-E, wurde vom US-Energieministerium gegründet, um die Suche nach radikalen neuen Energietechnologien zu finanzieren. Unumstritten war die der legendären Militärforschungsbehörde DARPA nachempfundene Organisation allerdings nie – zu breit sei der Fokus, zu wenig zielgerichtet das Management, meinten Kritiker.


Nun liegen erstmals konkrete Erfahrungen mit den Förderprojekten vor, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Arun Majumdar, der erste ARPA-E-Direktor, gibt sich optimistisch. Er meint, man habe von der ersten Runde an Projekten viel gelernt und werde den Auswahlprozess nun weiter verbessern. Zudem sei es geglückt, hoch spannende Ideen voranzutreiben, die anderweitig keine Chance gehabt hätten.

Schon allein die Auswahl passender Projekte erweist sich jedoch als enorme Herausforderung. Die Behörde wurde von rund 4000 Erstanträgen geradezu überschwemmt und konnte in der ersten Runde gerade einmal ein Prozent davon fördern. Majumbdar will das Problem mit mehr Manpower lösen und außerdem Prozesse optimieren. So konnten sich abgelehnte Projektträger nicht zur Kritik der Prüfer äußern. Das habe er als einer der ersten Schritte verändert.

Anzeige

Inzwischen sind auch positive Rückmeldungen von Gewinnern der ersten Förderrunde zu vernehmen. Donald Sadoway, Professor für Materialchemie am MIT, hatte lange Zeit Probleme, Geld von Industriepartnern zu erhalten, um ein neues Batteriekonzept zu entwickeln, das erneuerbaren Strom speichern soll. "Die großen Firmen sind sehr konservativ. Das war eine echte Lähmung." Die ARPA-E gab ihm nun insgesamt sieben Millionen Dollar.

Mehr zum Thema in Technology Review online:

(Ben Schwan) / (bsc)

14 Kommentare

Themen:

  1. Billiger Stromspeicher: Energiepuffer aus Schmelzsalzen

    Eine US-Firma will Strom aus erneuerbaren Quellen kostengünstiger zwischenspeichern als mit regulären Batterien.

  2. Kollege Roboter für die private Anwendung

    Bislang sind humanoide Roboter kaum an praktische Realitäten angepasst – sie verbrauchen zu viel Strom und sind zu schwer. Ein US-Projekt soll das ändern.

  3. Energiewende: Verkehr wird zu wenig einbezogen

    In den vergangenen 20 Jahren ist der Energieverbrauch in Deutschland insgesamt leicht gesunken. Doch ein Bereich tanzt aus der Reihe: Das Transportwesen legte deutlich zu.

  1. TR Online 2014: Von Fahrrädern für Geeks, 1-Dollar-Mikroskopen und Computern, die die Arbeit übernehmen

    TR Online 2014: Von Fahrrädern für Geeks, 1-Dollar-Mikroskopen und Computern, die die Arbeit übernehmen

    Der erste Teil der Technology-Review-Online-Jahresrückschau – von Januar bis Juni. Welche Beiträge haben die Leser 2014 am häufigsten angeklickt?

  2. TR Online 2013: Von elektrischen Langläufern, Pumpspeichern in Bergwerken und Bierbraumaschinen für die Küche

    TR Online 2013: Von elektrischen Langläufern, Pumpspeichern in Bergwerken und Bierbraumaschinen für die Küche

    Der zweite Teil der Technology-Review-Online-Jahresrückschau – von Juli bis Dezember. Welche Beiträge haben die Leser 2013 am häufigsten angeklickt?

  3. TR Online 2013: Von mobilen Underdogs, Reparatur-Rebellen und Müllschluckern für die Weltmeere

    TR Online 2013: Von mobilen Underdogs, Reparatur-Rebellen und Müllschluckern für die Weltmeere

    Der erste Teil der Technology-Review-Online-Jahresrückschau – von Januar bis Juni. Welche Beiträge haben die Leser 2013 am häufigsten angeklickt?

  1. Einsatz gezeigt: Alte Polizeiautos im Audi Museum

    Wartburg 353 W

    Die Autohersteller betreiben fast alle eigene Museen, so auch Audi in Ingolstadt. Mit der Sonderausstellung "Razzia" wollen sie bis zum 30. August nicht nur Fans der eigenen Marke anlocken, sondern auch Anhänger von Polizeiwagen

  2. Sony Music will peinlichen Vertrag mit Spotify unterdrücken

    Kopf des Vertrages

    Nachdem ein Vertrag zwischen Sony Music und Spotify veröffentlicht wurde, aktivierten beide Unternehmen ihre Anwälte. Große US-Medien berichteten daraufhin nicht oder zögerlich. The Verge nahm den Vertrag nach vier Klagedrohungen offline.

  3. Schlamm drüber: Lada Niva gegen Suzuki Jimny

    Sie beiden kleinen und preisgünstigen Offroader sind echte Originale: Wir haben den Lada Niva und den Suzuki Jimny miteinander im Gelände verglichen. Wie geländegängig sind die beiden wirklich?

  4. Strenger Ausdruck

    Skoda Fabia

    Der zweiterfolgreichste Skoda in Deutschland soll nach seiner umfassenden Modernisierung noch mehr Kunden ansprechen. Sie könnten sich sonst möglicherweise etwa einen Opel Corsa oder Hyundai i20 kaufen. Wir haben das tschechische Polo-Derivat mit dem 90 PS starken Vierzylinder-Ottomotor gefahren

Anzeige