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ARPA-E optimiert Prozesse

Die Advanced Research Projects Agency-Energy, kurz ARPA-E, wurde vom US-Energieministerium gegründet, um die Suche nach radikalen neuen Energietechnologien zu finanzieren. Unumstritten war die der legendären Militärforschungsbehörde DARPA nachempfundene Organisation allerdings nie – zu breit sei der Fokus, zu wenig zielgerichtet das Management, meinten Kritiker.


Nun liegen erstmals konkrete Erfahrungen mit den Förderprojekten vor, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Arun Majumdar, der erste ARPA-E-Direktor, gibt sich optimistisch. Er meint, man habe von der ersten Runde an Projekten viel gelernt und werde den Auswahlprozess nun weiter verbessern. Zudem sei es geglückt, hoch spannende Ideen voranzutreiben, die anderweitig keine Chance gehabt hätten.

Schon allein die Auswahl passender Projekte erweist sich jedoch als enorme Herausforderung. Die Behörde wurde von rund 4000 Erstanträgen geradezu überschwemmt und konnte in der ersten Runde gerade einmal ein Prozent davon fördern. Majumbdar will das Problem mit mehr Manpower lösen und außerdem Prozesse optimieren. So konnten sich abgelehnte Projektträger nicht zur Kritik der Prüfer äußern. Das habe er als einer der ersten Schritte verändert.

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Inzwischen sind auch positive Rückmeldungen von Gewinnern der ersten Förderrunde zu vernehmen. Donald Sadoway, Professor für Materialchemie am MIT, hatte lange Zeit Probleme, Geld von Industriepartnern zu erhalten, um ein neues Batteriekonzept zu entwickeln, das erneuerbaren Strom speichern soll. "Die großen Firmen sind sehr konservativ. Das war eine echte Lähmung." Die ARPA-E gab ihm nun insgesamt sieben Millionen Dollar.

Mehr zum Thema in Technology Review online:

(Ben Schwan) / (bsc)

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