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Wifox: Turbo fürs Firmen-WLAN

In WLANs mit vielen Nutzern pro Basisstation – etwa auf Konferenzen, in Flughafen-Lounges oder stark frequentierten Cafés – ist der Durchsatz oft viel niedriger, als man von zu Hause gewohnt ist. Das liegt unter anderem daran, dass der Verkehr meistens überwiegend im Downstream läuft: Der Client fordert mit kurzen Paketen, etwa einem HTTP-Request, große Datenmengen an, beispielsweise Webseiten, Bilder oder Downloads von Betriebssystem-Updates. Da sich aber alle Teilnehmer einer WLAN-Funkzelle inklusive Basis die verfügbare Sendezeit gleichberechtigt teilen (Distributed Coordination Function, DCF), kommt der Access Point (AP) vergleichsweise selten dazu, die angeforderten Datenmengen zu senden.

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Hier setzt das von Forschern der North Carolina State University um den Doktoranden Arpit Gupta entwickelte Verfahren Wifox an: Stellt der AP fest, dass solch ein Downstream-Stau entsteht, könnte er sich vorübergehend mehr Sendezeit reservieren, indem er seine Transmission Opportunity (TXOP) verlängert und während dieser ähnlich der seit längerem verwendeten Frame Aggregation (auch Packet Bursting) gleich mehrere Pakete an verschiedene Clients statt nur an einen sendet. Das soll aber nicht dauernd geschehen, sondern nur fallweise, wobei ein Monitor-Prozess im AP den hereinkommenden Downstream-Traffic überwacht. Dann bekommt der AP einen umso höheren Sendezeitanteil, je länger der Datenstau wird. Wie Wifox im Detail funktioniert, ist noch unklar, da Gupta und Kollegen ihren Aufsatz WiFox: Scaling WiFi Performance for Large Audience Environments erst auf der im Dezember in Nizza stattfindenden Konferenz ACM CoNEXT 2012 vorstellen werden.

Das Team der NCSU will im Labor bei einem Access Point mit 25 Nutzern jedenfalls eine Verbesserung des Gesamtdurchsatzes um 400 Prozent erreicht haben. Bei 45 Clients sollen es gar 700 Prozent gewesen sein. Praktisch daran ist, dass sich Wifox als reine Software-Lösung auch bei bestehenden Funknetzen mit einem Firmware-Update installieren lässt. Bei WLANs mit wenig Nutzern wie daheim oder in kleinen Firmen wird das Verfahren aber wohl keinen nennenswerten Vorteil bringen. (ea)

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