Logo von Netze

Suche
preisvergleich_weiss

Recherche in 1.516.035 Produkten

Ernst Ahlers 30

Wifox: Turbo fürs Firmen-WLAN

In WLANs mit vielen Nutzern pro Basisstation – etwa auf Konferenzen, in Flughafen-Lounges oder stark frequentierten Cafés – ist der Durchsatz oft viel niedriger, als man von zu Hause gewohnt ist. Das liegt unter anderem daran, dass der Verkehr meistens überwiegend im Downstream läuft: Der Client fordert mit kurzen Paketen, etwa einem HTTP-Request, große Datenmengen an, beispielsweise Webseiten, Bilder oder Downloads von Betriebssystem-Updates. Da sich aber alle Teilnehmer einer WLAN-Funkzelle inklusive Basis die verfügbare Sendezeit gleichberechtigt teilen (Distributed Coordination Function, DCF), kommt der Access Point (AP) vergleichsweise selten dazu, die angeforderten Datenmengen zu senden.

Anzeige

Hier setzt das von Forschern der North Carolina State University um den Doktoranden Arpit Gupta entwickelte Verfahren Wifox an: Stellt der AP fest, dass solch ein Downstream-Stau entsteht, könnte er sich vorübergehend mehr Sendezeit reservieren, indem er seine Transmission Opportunity (TXOP) verlängert und während dieser ähnlich der seit längerem verwendeten Frame Aggregation (auch Packet Bursting) gleich mehrere Pakete an verschiedene Clients statt nur an einen sendet. Das soll aber nicht dauernd geschehen, sondern nur fallweise, wobei ein Monitor-Prozess im AP den hereinkommenden Downstream-Traffic überwacht. Dann bekommt der AP einen umso höheren Sendezeitanteil, je länger der Datenstau wird. Wie Wifox im Detail funktioniert, ist noch unklar, da Gupta und Kollegen ihren Aufsatz WiFox: Scaling WiFi Performance for Large Audience Environments erst auf der im Dezember in Nizza stattfindenden Konferenz ACM CoNEXT 2012 vorstellen werden.

Das Team der NCSU will im Labor bei einem Access Point mit 25 Nutzern jedenfalls eine Verbesserung des Gesamtdurchsatzes um 400 Prozent erreicht haben. Bei 45 Clients sollen es gar 700 Prozent gewesen sein. Praktisch daran ist, dass sich Wifox als reine Software-Lösung auch bei bestehenden Funknetzen mit einem Firmware-Update installieren lässt. Bei WLANs mit wenig Nutzern wie daheim oder in kleinen Firmen wird das Verfahren aber wohl keinen nennenswerten Vorteil bringen. (ea)

30 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. MegaMIMO 2.0: WLAN-Beschleunigung per AP-Synchronisation

    MegaMIMO 2.0: WLAN-Beschleunigung per AP-Synchronisation

    Das MIT hat im Labor durch Synchronisieren von vier Access Points die durchschnittliche WLAN-Performance mehr als verdreifacht. Die MegaMIMO 2.0 getaufte Technik soll schon marktreif sein.

  2. Eduroam-Netz an Unis: Android-Nutzer sollten dringend Zertifikat installieren

    WLAN-Router

    Wer sich auf dem Campus mit einem Android-Gerät über das eduroam-Netzwerk mit dem Internet verbindet, kann von Angreifern ausspioniert werden.

  3. Kostenlos in Hamburg surfen – WLAN-Ausbau gestartet

    Öffentliche WLAN -Angebote

    Nach langer Wartezeit ist es so weit: In Hamburg können Internetnutzer kostenlos im Netz surfen, wenn auch erst in wenigen Straßenzügen. Eine hohe technische Hürde, die im Weg stand, wurde dabei weggeräumt.

  4. Unitymedia: Kunden werden eventuell ungewollt Hotspot-Betreiber

    WLANs ohne Störerhaftung, Unitymedia-Kunden werden Hotspot-Betreiber

    Unitymedia will Geschäfts- und Privatkunden als Hotspot-Betreiber und hofft auf neuen Schwung nach der Absage an die Störerhaftung. Unternehmer freuen sich, Privatkunden müssen gegebenenfalls der Nutzung ihres Anschlusses als Hotspot widersprechen.

  1. WLAN-Angriffstool wifiphisher

    Zunächst wählt man aus, welches Netz angegriffen werden soll...

    Mit altbewährten Tricks versucht wifiphisher den Nutzern eines WLANs das WPA-Passwort zu entlocken.

  2. Die Neuerungen von Linux 4.8

    Kernel-Log-Logo

    Der neue Kernel bringt eine Schnellverarbeitungsweg für Netzwerkpakete und Grundlagen für neue Dateisystemfunktionen bei XFS. Zahlreiche neuen und verbesserte Treiber bringen Unterstützung für Grafikchips von ARM, Intel und Nvidia. Ferner gab es einen ganzen Schwung von Änderungen, um die Sicherheit zu verbessern.

  3. Die Neuerungen von Linux 4.9

    Linux 4.9

    Das in der ersten Dezemberhälfte erwartete Linux 4.9 bringt allerlei Verbesserungen für die Sicherheit. Durch neue Wege zur Performance-Messungen soll der Kernel jetzt Analysefunktionen bieten, die mit Dtrace vergleichbar sind; trotzdem gibt es noch einiges zu verbessern.

  1. 1.000.000 km im Mercedes 200 D

    Mercedes

    Die Baureihe W 124 brachte Daimler nach anfänglichen Problemen einen Ruf für Dauerhaltbarkeit. Michael Nickl fährt so einen. Seit 1987 arbeitet der bei Daimler und fährt Tag für Tag mit seinem 200er Diesel. Seit 1992 nun schon über eine Million Kilometer, Tendenz steigend. Ein Vorbild für nachhaltige Auto-Nutzung

  2. Toyota röntgt Lithium-Ionen-Akkus

    Elektroautos, alternative Antriebe

    Um Kapazität und Lebensdauer von Lithium-Ionen-Speichern zu verbessern, hat Toyotas Forschungsabteilung eine Methode entwickelt, mit der sich das Verhalten von Lithium-Ionen beim Laden und Entladen von Lithium-Ionen-Batterien in Echtzeit direkt beobachten lässt

  3. Stephen Hawking: Künstliche Intelligenz und Automation bedrohen Arbeitsplätze

    Stephen Hawking

    Der britische Physiker Stephen Hawking sieht durch das wachsende Potential von künstlicher Intelligenz und Automationstechnik Arbeitsplätze bedroht. Die flächendeckende Verfügbarkeit des Internets mache Ungleichheit zudem viel spürbarer.

  4. Audi Q3, Mazda CX-5 und VW Tiguan im Vergleichstest

    Mit seiner Skyactiv-Technologie verspricht der Mazda CX-5 niedrige Verbräuche und vorbildliche Emissionseigenschaften. Gut ausgestattet ist er auch und könnte damit eine günstige Alternative zu Audi Q3 und VW Tiguan sein. Wie schlagen sich die drei Allrad-Diesel um die 175 PS?

Anzeige