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Microsoft geht gegen Anbieter von Terminalserver-Lösung vor

Der niederländische Hersteller IP Consult BV hat den Vertrieb seiner Terminalserverlösung XP Unlimited eingestellt. Die Software erweitert die Terminal-Dienste, sprich den Remote Desktop so, dass mehrere Nutzer gleichzeitige Verbindungen offenhalten können. Auf Nachfrage von heise online gab das Unternehmen als Grund für die Einstellung eine Anfrage von Microsoft an, XP Unlimited statt für Windows 7, Vista und XP zukünftig nur noch für Server 2003 und Server 2008 anzubieten. Rechtliche Schritte soll Microsoft in dem Schreiben nicht angedroht haben.

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Der deutsche Distributor EBERTLANG hat bereits reagiert und XP Unlimited aus dem Programm genommen. In einem Blogeintrag räumt das Unternehmen ein, dass der Einsatz auf einem Client-Betriebssystem ohne passende Client Access Licenses (CAL) "lizenzrechtlich problematisch" sei. Der Betrieb von XP Unlimited sei andererseits bei den aktuellen Preisen für Terminal-Server-CALs unwirtschaftlich.

Nach Rücksprache mit einer Anwaltskanzlei geht der Hersteller IP Consult BV davon aus, dass XP Unlimited nicht gegen Microsofts Lizenzbestimmungen verstoße. Da man einen Rechtsstreit jedoch nicht riskieren möchte, komme man der Bitte nach.

Dass IP Consult BV selbst XP Unlimited nicht mehr anbietet, bedeutet scheinbar nicht das Ende der Software. Laut Webseite vertreibt die AADS WordWide Limited mit Sitz in Hongkong die Software unter anderem Namen weiter. (bae)

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