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Google wird Kabelfernsehanbieter

Der Suchmaschinenriese Google hat beantragt, Haushalten in Kansas City Videoinhalte zur Verfügung stellen zu dürfen. Der Antrag (PDF-Datei) wurde von dem Tochterunternehmen Google Fiber bereits am 17. Februar eingereicht. Sollte das Vorhaben genehmigt werden, würde Google in der größten Stadt des US-Bundesstaats Missouri in direkte Konkurrenz zu den Anbietern von Kabelfernsehen treten.

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Laut Medienberichten hat das Internetunternehmen bereits die ersten Grundlagen für das Fernsehangebot gelegt. Beispielsweise wurde bei der Regulierungsbehörde FTC die Einrichtung einer Antennenfarm beantragt. Darüber hinaus solle ein Rechenzentrum eingerichtet werden, in dem die Satellitensignale dann verarbeitet werden können. Außerdem habe Google schon mit großen Medienunternehmen über Inhalte verhandelt, während gleichzeitig in den Premium-Inhalt von Youtube investiert werde.

Das Fernsehangebot könne bereits in ein bis zwei Monaten starten, berichtet das Wall Street Journal. Anbieten würde Google dann sowohl Live-Fernsehen als auch On-Demand- und Onlineangebote, ganz ähnlich wie bei den anderen großen Kabelanbietern. Außerdem hätte der Konzern die Möglichkeit, das Angebot auch auf andere Regionen auszuweiten, beispielsweise auf die direkte Nachbarstadt Kansas City in Kansas.

Grundlage ist das Glasfasernetz, das Google Fiber derzeit in Kansas City aufbaut. Aus hunderten Bewerberstädten in den USA hatte Google im vergangenen Jahr die Stadt im US-Bundesstaat Missouri als Testgebiet ausgewählt. Hier sollen Glasfaserkabel verlegt werden, die den Haushalten einen hundertfach schnelleren Internetzugang ermöglichen werden, als er in den USA Standard sei. Die ersten Stadtviertel sollen bald an das Glasfasernetz angeschlossen werden. (mho)

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