Logo von Netze

Suche
Volker Lendecke 14

Version 2.2 des SMB-Protokolls

Windows-Netzwerkdateisystem aufgebohrt

Bislang zeigte Microsofts SMB-Protokoll bislang Schwächen im Bereich Skalierung und Ausfallsicherheit – sehr zur Freude der großen SAN-Anbieter. Diese Freude soll die zu Windows 8 gehörende und stark erweiterte SMB-Version 2.2 trüben.

Auf der Storage Developer Conference im September 2011 hatte Microsoft die Version 2.2 seines Server-Message-Block-Protokolls (SMB) vorgestellt, die Bestandteil von Windows 8 ist. Das inzwischen vom Hersteller von SMB 2.2 in SMB 3.0 umbenannte Protokoll tritt an, Flaschenhälse von NAS-Servern zu beseitigen sowie Verfügbarkeitsanforderungen zu erfüllen, die bislang SAN-Architekturen vorbehalten sind – durchaus Potenzial, die Speicherindustrie kräftig aufzumischen.

Anzeige

Microsoft hatte SMB2 als grundsätzlich neu strukturiertes Protokoll zuerst mit Windows Vista freigegeben. Ein Grund für diese Neuentwicklung: SMB1 war sowohl im Protokoll selbst als auch in den jeweiligen Implementierungen zahlreichen Beschränkungen unterworfen. Oft sind in den 1980er-Jahren aktuelle Vorgaben, als 10-MBit/s-Ethernet als schnell galt, heute nicht mehr richtig. Auch muss man heute im Protokoll nicht mehr einzelne Bytes einsparen. Darüber hinaus erfuhr SMB1 seit einigen Jahren keine signifikante Weiterentwicklung mehr, was auch der Kompatibilität mit Dutzenden Implementierungen des Protokolls geschuldet war.

Viele semantische Aspekte von SMB 2.0 ähneln stark denen von SMB1, weil sich auch SMB1 selbst im Lauf der Jahre von DOS hin zu Windows und zur NTFS-Semantik entwickelt hat. Einige archaische Aspekte „entsorgten“ die Protokollarchitekten mit SMB 2.0, Details hierzu liefert der iX-Artikel Blöckchenspiele.

In Windows 7 sowie im Windows Server 2008 R2 präsentierte Microsoft die erste große Protokollaktualisierung: SMB 2.1. Bei dessen Entwicklung standen besseres Verhalten auf Weitverkehrsstrecken mit hoher Latenz und relativ niedriger Bandbreite im Fokus. SMB 2.1 führte hierzu einige neue Protokollelemente ein, unter anderem Leases, BranchCache und Large MTU.

14 Kommentare

Themen:

  1. Univention Corporate Client 2.0 vereinfacht Konfiguration

    Univention Corporate Client 2.0 vereinfacht Konfiguration

    Die neue Version des Univention Corporate Client vereinfacht die Einrichtung, indem viele Arbeitsschritte eingespart wurden und jetzt automatisch im Hintergrund ablaufen. Zudem gibt es ein neues Modul für die zentrale Verwaltung der Clients.

Anzeige