Logo von Mac & i

Suche
Christof Windeck 42

Xeon E5-2600 und LGA2011-Serverboards schon im Handel


Tyan S7052: Zwei Xeon E5 und 24 DIMMs.
Bild: Tyan (Mitac)
Auf der CeBIT wird die Vorstellung des Xeon E5-2600 alias Sandy Bridge-EP erwartet – alle dort vertretenen großen Server-Hersteller, nämlich Dell, Fujitsu und IBM, haben schon zu Pressekonferenzen geladen. Dell und HP haben zuvor sogar schon ihre Xeon-Server der nächsten Generationen (Dell: 12, HP: 8) angekündigt und dabei ständig um den Prozessor herumgeredet.

Nun rüsten sich Händler für den Stapellauf: So sind etwa die Tyan-Serverboards S7050, S7052, S7055 und S7056 mit je zwei LGA2011-Fassungen im Einzelhandel bestellbar, wenn auch noch nicht lieferbar. Gleiches gilt für die CPU-Versionen Xeon E5-2603, 2609, 2620, 2630, 2630L, 2637, 2640, 2643, 2650, 2650L, 2660, 2665, 2667, 2670, 2680, 2687W und 2690. Hier überraschen die hohen Preise der Spitzenmodelle: Während die Firma Kastl etwa den Quad-Core Xeon E5-2603 mit lediglich 1,8 GHz und 10 MByte L3-Cache für 364 Euro offeriert, soll der Octo-Core E5-2690 (2,9 GHz/20 MByte) satte 2800 Euro kosten.

Wie die bereits im vergangenen Herbst veröffentlichten Top500-Ergebnisse belegen, bringen die schnellen Xeon-E5-Versionen allerdings auch zumindest im x86-Bereich konkurrenzlose Performance. Das Sparmodell Xeon E5-2630L mit sechs Kernen soll bei 2 GHz mit 60 Watt TDP auskommen, der Octo-Core Xeon E5-2650L bei 1,8 GHz mit 70 Watt, also weniger als 10 Watt pro Core. Auch das lässt sich Intel anscheinend gut bezahlen, nämlich mit rund 970 Euro für den 2630L und 1560 Euro für den 2650L.


Auch im Dell PowerEdge R620 stecken E5-Xeons.
Bild: Dell
Außer dem Xeon E5-2600 für Dual-Socket-Boards werden auch E5-1600-Versionen für Single-Socket-Boards mit der Fassung LGA2011 erwartet. Letztere dürften auch auf manchen X79-Boards laufen. Eigentlich sieht Intel aber die Chipsatzfamilie C600 (Patsburg) für die Plattform Romley-EP vor. Der Chipsatz C604 bindet SAS-Disks direkt an. Pro Xeon-E5-CPU stehen vier DDR3-Speicherkanäle sowie 40 PCIe-3.0-Lanes bereit. Das (überarbeitete) QPI dient nur noch zur Kommunikation der einzelnen Xeons untereinander, ein PCI Express Root Complex ist direkt in der CPU integriert.

Die Xeons der Baureihe E5-2600 werden auch in Workstations zum Einsatz kommen. Es ist deshalb zu erwarten, dass diese Prozessoren auch in der nächsten Generation des Apple Mac Pro stecken werden.

Außerdem sollen wohl LGA1356-Versionen der Sandy-Bridge-Xeons kommen. Sie werden wohl E5-2400 heißen, aber viel mehr ist noch nicht bekannt – etwa, ob hier auch PCIe 3.0 an Bord ist. Intel wird wohl sogar Quad-Socket-Versionen des Xeon E5 bringen (E5-4600), während es bereits Quad- und Dual-Socket-Versionen des Xeon E7 der Westmere-Generation mit bis zu zehn Kernen gibt. Mit möglichst vielen Xeon-Produktversionen stopft Intel Nischen, in die AMD mit Opterons vordringen könnte. (ciw)

42 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Intel Xeon: Spekulationen über 5,1-GHz-Version

    Intel Xeon E5-2600 v3: Zwei Haswell-EP-Chips

    2016 will Intel die neue Xeon-Generation Broadwell-EP vorstellen, zu der auch ein besonders hoch taktender Quad-Core zählen soll.

  2. Intel-Prozessoren: Skylake-Xeons für kleine Server mit bis zu acht SATA-Laufwerken

    Intel Core i5-6600K

    Die Xeon-Familie E3-1200 v5 mit Skylake-Innenleben ist für kleine, sparsame Server gedacht, die immerhin bis zu 64 GByte Hauptspeicher mit ECC-Fehlerschutz sowie acht SATA-Massenspeicher mitbringen können.

  3. Spekulationen um 10-Kern-Prozessor für High-End-PCs

    Core i7-5960X

    Eine taiwanische Webseite liefert bisher unveröffentlichte Informationen zu Intel-Prozessoren der Baureihe Broadwell-E alias Core i7-6900, die 2016 erscheinen könnten.

  4. Intel Core i7-6950X: Zehn Kerne für Desktop-PCs

    Intel Core i7-6950X Broadwell-E

    Zur Computex lässt Intel die Broadwell-E-Prozessoren mit sechs, acht und zehn Kernen für High-End-PCs vom Stapel.

  1. Kernel-Log – Was 3.19 bringt (4): Treiber

    Ab Linux 3.19 können neuere Intel-Prozessoren ihre Taktfrequenz selbst regeln. Einige Erweiterungen schaffen Grundlagen zur besseren Unterstützung von 4k-Monitoren und Mehrschirmkonfigurationen. Der Nouveau-Treiber bietet nun Basis-Support für Nvidias neueste Chips.

  2. Die Neuerungen von Linux 4.5

    Die Neuerungen von Linux 4.5

    Einige aktuelle Radeon-Grafikkarten können mit dem neuen Linux-Kernel deutlich mehr 3D-Performance liefern. Die neue Version unterstützt den Raspberry Pi besser und schützt vor Hardware-Defekten durch unbedachte Löschbefehle. Eine ganze Latte neuer und weiterentwickelter Treiber verbessert die Hardware-Unterstützung.

  3. Kernel-Log – Was 3.19 bringt (1): Dateisysteme und Storage

    Tekrams PCI-SCSI-Hostadapter der DC-390-Serie.

    Die Kernel-Entwickler haben die RAID-5/6-Unterstützung von Btrfs verbessert. Der NVMe-Treiber nutzt jetzt eine noch junge Infrastruktur, die deutliche Leistungsgewinne bei PCIe-SSDs verspricht. Neu dabei sind auch zwei Treiber für steinalte SCSI-Controller.

  1. Billig gegen teuer: 12-Euro-Kopfhörer schlägt Beats

    Billig gegen teuer: c't lässt günstige Technik gegen Markenware antreten !!!

    c't hat untersucht, wie sich Billig-Technik gegenüber Markenware schlägt. Zu den Überraschungen gehörten günstige In-Ears aus China, die besser klangen als ein erheblich teureres Modell von Beats. Ingesamt wurden Schnäppchen in 14 Kategorien überprüft.

  2. Testlauf: Media Markt liefert per Zustell-Roboter direkt nach Hause

    Media-Markt startet Roboter-Test zur Warenlieferung

    Statt fliegender Drohnen schickt der Elektronikhändler Media Markt einen rollenden Roboter auf die Straße. Getestet wird das Projekt zunächst für drei Monate mit 1000 Haushalten in Düsseldorf.

  3. Red Bull Illume Award – Die Gewinnerfotos

    Red Bull Illume Award – Die Gewinnerfotos

    Die Gewinner des weltweit größten Wettbewerbs für Action und Adventure Sportfotografie stehen fest: Die alle drei Jahre verliehenen Red Bull Illume Awards wurden in Chicago vorgestellt.

  4. Unfall mit "Autopilot" in Deutschland: Tesla fährt auf der Autobahn auf Bus auf

    Tesla Model S

    Auf einer Autobahn nahe Hamburg kam es Mittwoch wohl zu dem ersten Unfall in Deutschland, an dem ein Tesla mit eingeschalteter "Autopilot"-Funktion beteiligt war: Ein Model S fuhr auf einen Bus auf. Die genauen Umstände werden nun untersucht.

Anzeige