Logo von Mac & i

Suche
preisvergleich_weiss

Recherche in 1.516.939 Produkten

Ben Schwan 173

Stilles Apple-Update kappt Ethernet-Verbindungen Update

Ein iMac

Bild: Apple

Eine Sicherheitsaktualisierung, die unter OS X im Hintergrund installiert wird, sorgt für Probleme bei der Nutzung drahtgebundener Netze auf iMacs und MacBook-Pro-Maschinen. Doch es gibt einen Fix.

Am Freitag hat Apple ein stilles Security-Update für OS-X-Nutzer verteilt, das nach einem Neustart des Rechners zu Problemen mit der Ethernet-Verbindung führen kann. Betroffen scheinen vor allem iMac- und MacBook-Pro-Besitzer zu sein – welche Modelle genau, ist bislang noch unklar. Wie User unter anderem bei Reddit melden, scheint nach der Installation der Treiber für die Ansprache des Gigabit-Ethernet-Bausteins BCM5701 blockiert zu werden.

Anzeige

Gigabit-Ethernet-Treiber blockiert

Das Update selbst nennt sich "Incompatible Kernel Extension Configuration Data 3.28.1". Angefasst wird davon mindestens die Datei "/System/Library/Extensions/AppleKextExcludeList.kext", die unzulässige Kernel-Erweiterungen (kext) enthält, was für die Sperrung des BCM5701-Treibers sorgt. Es gibt allerdings einen relativ einfachen Fix: Apple hat am Wochenende eine neue Version des Updates namens 3.28.2 publiziert.

Deren Installation ist relativ einfach, so lange man mit seinem Mac auf ein WLAN-Netzwerk ausweichen kann. Zunächst sollte man die über das Apfel-Logo aufrufbaren Systeminformationen bei gedrückter Alt-Taste starten. Danach im Bereich Software und Installationen nach dem Softwarenamen suchen. Befindet sich die "Incompatible Kernel Extension Configuration Data 3.28.1" dort, sollte man aktualisieren.

Ausflug ins Terminal

Dies ist über das OS-X-Terminal möglich, das man über die Spotlight-Suche am schnellsten aufruft. Dort muss dann "sudo softwareupdate --background" plus Admin-Passwort eingetippt werden. Nach Beendigung des Terminals und Neustart des Macs sollte das Problem behoben sein.

Ohne WLAN-Zugang wird es schwieriger: Nutzer müssen sich dann in den OS-X-Rettungsmodus begeben, dort die betroffene kext-Datei löschen und ein Software-Update anstoßen – oder OS X ganz neu installieren (ohne Datenverlust). Nähere Details nennt Apple in seinem Support-Dokument.

Wie es zu dem Problem kommen konnte, ist bislang noch unklar – möglicherweise gelangte ein Update auf Produktionsserver, das dort nichts zu suchen hatte. Apple kann seit OS X Mountain Lion 10.8 stille Sicherheitsupdates einspielen, tut dies aber nur sporadisch.

[Update 29.02.16 10:54 Uhr:] Das stille Sicherheitsupdate kann auch manche Musikprogramme lahmlegen, die zur Lizenzprüfung die Rechnerkonfiguration checken.

[2. Update 29.02.16 15:17 Uhr:] Die Problematik scheint nur OS X 10.11 und höher zu betreffen; Berichte über Probleme mit früheren OS-X-Versionen liegen uns derzeit nicht vor.

Anzeige

[3. Update 29.02.16 17:20 Uhr:] Wer nicht möchte, dass OS X stille Sicherheitsaktualisierungen einspielt, kann die Funktion – falls bereits aktiv – auch ausschalten. Der entsprechende Schalter befindet sich im Bereich "App Store" in den Systemeinstellungen unter "Systemdatendateien und Sicherheits-Updates installieren". (bsc)

173 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Ethernet-Update-Problem kann auch Mac-App-Store-Anwendungen tangieren

    Ethernet-Update-Problem kann auch Mac-App-Store-Anwendungen tangieren

    Eine fehlerhafte stille Sicherheitsaktualisierung, die Apple am Freitag verteilt hatte, macht unter Umständen den Start bezahlter Apps unmöglich.

  2. Erpressungs-Trojaner KeRanger: Wie Sie Ihren Mac schützen

    Apple

    Erstmals zielt funktionstüchtige Ransomware auf OS-X-Nutzer ab. Nach der Infektion bleiben drei Tage, bis "KeRanger" Dokumente verschlüsselt. Nutzer sollten prüfen, ob sie betroffen sind – und Gegenmaßnahmen ergreifen.

  3. macOS Sierra bereit zum Download

    macOS Sierra mit Siri

    Apple hat macOS 10.12 veröffentlicht. Das kostenlose Update verbessert das Zusammenspiel mit iOS-10-Geräten sowie der Apple Watch und integriert Siri. Manch älterer Mac wird nicht mehr unterstützt.

  4. OS X 10.11.5: Abhilfe für SMB-Probleme

    El Capitan

    Apple hat offenbar eine sicherheitsrelevante Änderung für SMB-Verbindungen in El Capitan integriert, die zugleich zu drastischen Geschwindigkeitseinbußen führen kann. Dies lässt sich rückgängig machen – ohne Downgrade auf 10.11.4.

  1. USB-Probleme in OS X 10.11

    Eigentlich sollte El Capitan das nächste Snow Leopard werden – zuverlässig und gut. Doch mit USB-Geräten gibt es zahlreiche Probleme, und zwar über Geräteklassen hinweg. Dabei hatte Apple den USB-Stack extra neu geschrieben, um die Stabilität zu erhöhen.

  2. macOS: Die besten Befehle fürs Terminal

    Terminal in macOS

    Unter der schicken Haube von macOS finden sich viele Programme, die App-Funktionen auch auf der Kommandozeile zugänglich machen oder diese entscheidend erweitern. Mac & i hat nützliche Kommandos für das Terminal gesammelt.

  3. Sollte Apple OS X abschotten wie iOS?

    Die Daten auf iPhone und iPad sind so gut geschützt, dass selbst das FBI große Mühe hat, heranzukommen. Auf dem Mac ist hingegen schon der erste Erpressungstrojaner im Umlauf. Wir haben diskutiert, ob das Sicherheitskonzept von iOS auch für OS X taugt.

  1. iPhone-Patentstreit: Oberstes US-Gericht entscheidet für Samsung

    Smartphones von Apple und Samsung

    Wegen der Verletzung des iPhone-Designs musste Samsung knapp 400 Millionen Dollar an Apple zahlen. Der US Supreme Court hat das Urteil nun aufgehoben.

  2. Vanguard Motorcycles

    Zweirad

    Auf der kleinen New York Motorcycle Show wird sich am Wochenende vom 9. bis 11. Dezember eine völlig neue Motorradmarke vorstellen. Sie nennt sich Vanguard und hat einen (noch) gleichnamigen Roadster dabei. Ein Metallgebirge im Stil der Confederate Bikes, das im Wortsinn aus dem Rahmen fällt

  3. Höchster Reifegrad für REST mit HATEOAS

    Höchster Reifegrad für REST mit HATEOAS

    Das Erstellen einer sauberen REST-Schnittstelle ist nicht trivial. HATEOAS ermöglicht eine klare Struktur und Aufgabenteilung.

  4. Zahlen, bitte! Mikrowellen für ultragenaue Zeitmessung

    Zahlen, bitte! 9192631770 Schwingungen pro Sekunde für superpräzise Uhren

    Wie spät ist es? Und zwar genau, bitteschön … so bis auf 300 Sekunden Abweichung seit Entstehung des Universum, wenns geht! Das klappt nur mit Atomuhren, die vor allem zur Satellitennavigation eingesetzt werden.

Anzeige