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Apple will Apps den Zugriff auf iPhone-Adressbücher erschweren

Apple spricht nach der Aufregung um das heimliche Kopieren von iPhone-Adressbüchern durch mehrere populäre Apps ein Machtwort: Künftig soll der Zugriff auf Kontaktlisten nur mit ausdrücklicher Zustimmung eines Nutzers möglich sein. "Apps, die Kontaktdaten von Nutzern ohne deren vorherige Zustimmung sammeln oder übertragen, verletzen unsere Richtlinien", sagte ein Apple-Sprecher dem Online-Dienst CNET am Mittwoch.

Das Online-Netzwerk Path war vor Kurzem dabei erwischt worden, dass seine iPhone-App heimlich das gesamte Adressbuch eines Nutzers auf Server des Unternehmens hochlud. Path rechtfertigte sich damit, dass auf diese Weise die Suche nach Bekannten bei dem Netzwerk erleichtert werde. Nach einem Aufschrei in der Fachpresse entschuldigte sich Path und holt jetzt die Zustimmung der Nutzer ein.

In den Tagen darauf fanden sich immer weitere Apps, die ähnlich vorzugehen scheinen. Dazu zählen Twitter, Foursquare und Foodspotting. Entsprechend wurde Kritik an Apple laut, weil dies überhaupt möglich sei. In einer künftigen Version der Software werde – wie bereits bei Geoinformationen üblich – der Zugriff von Apps auf Kontaktlisten grundsätzlich nur mit Zustimmung des Nutzers möglich sein, sagte daraufhin der Apple-Sprecher CNET.

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Update: Apple reagiert mit dem Schritt offenbar indirekt auch auf ein Schreiben mehrerer US-Kongressabgeordneter, die Aufklärung forderten. In dem Brief geht es unterdessen nicht nur um das Adressbuch-Problem. Auch die Auslesbarkeit des iOS-Fotoalbums ohne Nachfrage wird als problematisch bezeichnet. (Mit Material von dpa) / (jo)

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