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Robert Lippert 1

Twitter sägt am Hashbang

Hashbangs werden gerne an URLs angehängt, um clientseitig durch dynamische Seiteninhalte navigieren zu können oder diese in einer für Suchmaschinen lesbaren Form aufzubereiten. Das verspricht Flexibilität für interaktive Anwendungen, Performance und wichtige Sichtbarkeit im Web. Die Technik ist jedoch nicht unumstritten – selbst die Ingenieure populärer Anwendungen wie des Kurznachrichtendienstes Twitter räumen ein, dass Hashbangs nicht schön seien. Zumindest Twitter scheint den Hashbang an seinen URLs nun abschaffen zu wollen. Dan Webb, Entwickler in Twitters Platform-Team, räumt ein, er werde vom Hashbang bald Abstand nehmen.

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Das Problem von Hashbangs beginnt bereits mit dem Hash (#), da die Technik die eigentlichen Seiteninhalte im Grunde genommen versteckt. Die Angaben nach dem Hash (der eigentliche Hashbang, genauer: der Fragment Identifier) werden für die Abfrage eines URLs nicht mehr an den Server übergeben. Vielmehr liefert dieser JavaScript-Code zurück, der clientseitig die nötigen Parameter auswertet und dann die gewünschten Inhalte ausliefert. Vorausgesetzt, der Client ist in der Lage, den Code auch zu verarbeiten. Tim Bray liefert eine ausführliche Erklärung hierzu.

Bei Twitter werde man nach Angaben von Dan Webb wohl auf das HTML5-Feature pushState (Teil der HTML5 Session History) zurückgreifen, das eine Manipulation des URLs über JavaScript erlaubt. Die mit Hashes gewonnene Flexibilität bliebe so erhalten, gleichzeitig könne man weiter mit ganzen URLs arbeiten. Wie Dan Webb jedoch auch feststellt, gibt es keinen Weg zurück, wenn man die Technik erst einmal eingeführt hat (sofern man bestehende Links mit angehängten Hashbangs nicht ungültig machen will). Ob mit Hash oder nicht, Twitter werde nicht mehr ohne zusätzliches JavaScript für die Hauptseite seiner Domain auskommen können.

(Update vom 22. Februar 2012: Inhaltliche Ergänzungen) (rl)

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