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Microsoft bringt eigenen Vorschlag für HTTP 2

Die Werbetrommel für ein schnelleres Internet rührte Microsoft schon vor Tagen, jetzt liegen erstmals handfeste Informationen dazu vor. In einem Entwurf für die zurzeit tagende IETF-Arbeitsgruppe zu HTTP 2.0 führt das Unternehmen seine Ideen genauer aus.

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Sie stehen teilweise im Gegensatz zu dem bisher von der Arbeitsgruppe diskutierten Vorschlag von Google (SPDY). So entfällt dessen Server-Push, der laut Microsoft der Semantik von HTTP widerspricht. Auch die in SPDY vorgesehene obligatorische SSL-Verschlüsselung der Verbindungen fehlt in Microsofts Entwurf. Er sieht den Einsatz von WebSockets für den Aufbau und das Aufrechterhalten einer persistenten Session zwischen Client und Server vor. Das Multiplexing innerhalb einer Session soll per SPDY über eine WebSocket-Erweiterung geschehen. Auch die Datenübertragung während der Sitzung folgt dem in SPDY vorgesehenen Stream-Verfahren. Damit würde unter anderem dessen Komprimierung der HTTP-Header beibehalten.

WebSockets hätten einige Vorzüge bei Sitzungsverwaltung (session layer), schreiben die Autoren in ihrem Entwurf. So müsse man keine neuen Kontrollnachrichten erfinden, und Netzgeräte wie Router oder Switches müssten kein neues Protokoll für den Aufbau und das Aufrechterhalten bidirektionaler Sitzungen lernen. Schließlich bleibe es Clients und Servern überlassen, ob sie eine Session verschlüsseln wollten oder nicht.

Am Ende des Vorschlags führen die Autoren einige offene Fragen auf. Dazu gehören unter anderem Details der Header-Komprimierung und eine optionale Nachricht des Servers, dass er Daten für den Client bereithält. (ck)

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