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Google übersetzt europäische Patente

Wie vor einem Jahr angekündigt, hat das Europäische Patentamt (EPO) Googles Übersetzungstechnik "Translate" in seine Patent-Recherche integriert. Zurzeit übersetzt das System online zwischen Englisch einerseits und Deutsch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Schwedisch sowie Italienisch andererseits. Damit seien rund 90 Prozent der vom EPO erteilten Patente erfasst.

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2013 sollen Dänisch, Niederländisch, Finnisch, Griechisch, Ungarisch und Norwegisch folgen, 2014 die Sprachen der übrigen Staaten, die dem Europäischen Patentabkommen beigetreten sind. Zu diesem Termin sollen auch Übertragungen ins Chinesische, Japanische, Koreanische und Russische möglich sein, sodass insgesamt 32 Sprachen verfügbar sind.

Eine eigene Webseite beantwortet häufig gestellte Fragen zu dem Dienst. Dort heißt es unter anderem, dass Googles Technik mit Millionen von Menschen erstellten Übersetzungen gefüttert worden sei, um die Ergebnisse speziell für Patente zu optimieren. Allerdings sollte man keine zu hohen Erwartungen haben: "Die maschinelle Übersetzung sollte Ihnen das Wesentliche eines Patents [...] liefern und bei der Entscheidung helfen, ob es wichtig ist."


Beim Übersetzen bleibt gelegentlich die Grammatik auf der Strecke. Vergrößern
Ein kurzes Experiment mit dem EP 1186189, wegen dessen angeblicher Verletzung der Patentverwerter IPCom den Smartphone-Hersteller HTC verklagt hat, ließ Optimierungspotenzial erkennen: "Gemäß dem Verfahren Informationssignale zu dem mindestens einen Teilnehmerstation und Zugriffsberechtigungsdaten übertragen wird, um der mindestens einen Teilnehmerstation über der Informationssignale", lautete das Ergebnis. (ck)

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