Logo von iX

Suche
Gerald Himmelein 56

Flash-Patch stopft zwei akute Sicherheitslücken

In einem Sicherheitsbericht weist Adobe darauf hin, dass der neue Flash-Player 11.2 zwei schwerwiegende Sicherheitslücken beseitige. Vorversionen des Plug-ins lassen sich anhand dieser Lücken zum Absturz bringen, was Angreifern womöglich Kontrolle über das Zielsystem verschafft.

Anzeige

Die erste Lücke betrifft einen Speicherüberlauf bei der Überprüfung der Vertrauenswürdigkeit von Internet-Adressen und betrifft nur den Internet Explorer unter Windows 7 und Vista. Darüber hinaus besteht ein Speicherfehler in der NetStream-Klasse, die zur Ausführung fremden Codes führen kann. Diese zweite Lücke betrifft alle aktuell unterstützten Betriebssysteme: Adobe nennt Android ebenso wie Linux, Mac OS, Solaris und Windows. Bei Android sind allerdings nur die Versionen 2.x und 3.x des Mobilbetriebssystems betroffen; Android 4 ("Ice Cream Sandwich") hingegen nicht.

Android-Anwender aktualisieren ihren Player durch einen Besuch des Android Marketplace. Apple- und Windows-Nutzer können das Update bei Adobe entweder über die allgemeine Download-Seite oder direkt herunterladen.


Am Ende der Installation bietet der Flash Player an, sich künftig automatisch zu aktualisieren. Vergrößern
Jenseits von den Sicherheits-Patches umfasst die Windows-Version des Flash Player 11.2 erstmals einen automatischen Updater, der täglich nach neuen Revisionen des Players sucht. Der Anwender kann entweder bei der Installation des Players oder später in den Einstellungen festlegen, ob er automatische Aktualisierungen erlauben will. Adobe setzt dabei nicht auf einen eigenen Hintergrundsdienst, sondern nutzt brav die Aufgabenplanung des Betriebssystems.

Beim Flash Player 11.2 handelt es sich um das dritte Sicherheits-Update des Flash-Players, das außerhalb des bis dahin gewohnten Monatsrhythmus erscheint: Die letzten beiden Updates erschienen im Dreiwochenintervall.

Parallel veröffentlicht Adobe ein Update für die Laufzeitumgebung Adobe AIR; hier lautet aktuelle Revisionsnummer 3.2.0.2070. Wer nicht auf Flash Player 11 upgraden kann – etwa Anwender in Firmenumgebungen – findet die akuten Sicherheits-Updates auch im Update 10.3.183.18 für den Flash Player 10.3.

Da Google den Flash Player fest in seinen Webbrowser Chrome integriert, muss der Suchmaschinengigant seine Software stets zeitnah aktualisieren. Mittlerweile ist auch ein Update für Google Chrome erschienen: Aktuell ist Release 18.0.1025.142. Da Chrome bereits seit längerem einen automatischen Updater enthält, sollte das Programm sich automatisch aktualisieren – Gewissheit schafft ein Blick in den "Über..."-Dialog des Programms.

Siehe dazu auch:

(ghi)

56 Kommentare

Themen:

  1. Flash-Updates für Linux und noch einmal für die Extended-Support-Version

    Flash-Update

    Auch Linux-Nutzer, die nicht mit Chrome unterwegs sind, kommen nun in den Genuss des neuesten Flash-Updates. Außerdem müssen Extended-Support-Nutzer noch mal patchen.

  2. Patchday: Adobe pflegt den Flash-Patienten

    Patchday: Adobe pflegt den Flash-Patienten

    Flash liegt mal wieder auf dem OP-Tisch und wird geflickt. Nutzer sollten ihren Flash-Patienten zügig behandeln, denn die Lücken gelten als kritisch. Exploits sollen aber noch nicht kursieren.

  3. Adobe: Flash-Updates außer der Reihe

    Adobe

    Am vergangenen Patchday in diesem Monat hat Adobe keine Updates für den Flash Player verteilt; das holt der Konzern jetzt nach.

  4. Patchday: Adobe dichtet Flash und Shockwave ab

    Adobe Patchday

    Zwei kritische Lücken im Flash-Player und in Shockwave wurden von Adobe geschlossen. Updates stehen zum Download bereit und sollten schnellstmöglich installiert werden. Besonders die Flash-Lücken sind momentan das Ziel vermehrter Angriffe.

  1. Was Fedora 20 Neues bringt

    Fedora schneidet mit "Heisenbug" alte Zöpfe ab: /var/log/messages fehlt in der Standardinstallation ebenso wie Sendmail. Die Software-Installation erfolgt bei der Gnome-Variante jetzt über einen Appstore, den andere Distributionen bald aufgreifen dürften.

  2. Dies und das – Microsoft und Co.

    Nach der CES ist im Gerätemarkt etwas Ruhe eingekehrt – der Gutteil der Neuankündigungen liegt mittlerweile hinter uns. Trotzdem gab es auch diese Woche die eine oder andere interessante Nachricht.

  3. c't uplink 0.8: Router unter Beschuss, US-Drohnenkrieg und Amazon Fire TV

    Angreifer nutzen derzeit Lücken in Routern, um horrende Telefonkosten zu generieren und damit an Geld zu gelangen. Wir sprechen darüber, was nun zu tun ist. Außerdem muss Deutschlands Rolle im US-Drohnenkrieg überdacht werden und Amazon will jetzt auch auf den Fernseher.

  1. eSIM: Was bedeutet die fest verbaute SIM-Karte für die Kunden?

    3D-Drucker: Kleiner, besser, billiger

    Geht es nach den großen Smartphone-Herstellern, würden sie den neuen kartenlosen SIM-Standard lieber heute als morgen einführen. Die fest eingebaute "embedded SIM" soll die bisherigen Chip-Kärtchen ersetzen. Doch was bedeutet das für die Kunden?

  2. Hondas vergangene Zukunft: CRX, NSX, Integra Type R und S2000

    Klassiker

    Die Jahrzehnte der reinen Lehre im Hause Honda verpufften, ohne einen angemessenen Erben für CRX, NSX, Integra Type R oder den S2000 zu hinterlassen. Deswegen: eine Würdigung dessen, was hätte sein können

  3. Erste Sichtung: Erpressungstrojaner Ransom32 aufgrund JavaScript noch bedrohlicher

    Erste Sichtung: Erpressungstrojaner Ransom32 aufgrund JavaScript noch bedrohlicher

    Sicherheitsforscher warnen vor der Ransomware Ransom32, die sich als JavaScript-Applikation auf Windows-Computer schleicht. Auch Linux und OS X sind potenziell gefährdet. Kriminelle können sich eine individuelle Version des Schädlings generieren lassen.

  4. Geschleudert: Testfahrt Polaris Slingshot

    Zweirad

    Wie BRP mit dem Can-Am Spyder bietet jetzt auch der Konkurrent Polaris ein dreirädriges "Powersports"-Fahrzeug für die Straße an. Mit ein paar einfachen Mitteln haben sie dafür gesorgt, dass es gescheit fährt

Anzeige