Logo von Developer

Suche
14

Google I/O: App Engine unterstützt Go

Google hat auf der derzeit in San Francisco tagenden Entwicklerkonferenz I/O die Version 1.5 der Cloud-Plattform App Engine veröffentlicht. Nach Python und Java, die seit 2008 beziehungsweise 2009 unterstützt werden, können nun auch mit Googles Ende 2009 vorgestellter Programmiersprache Go geschriebene Programme als Platform as a Service (PaaS) laufen. Die Go-Unterstützung bezeichnet Google als "experimentell". Sie könnte für Entwickler geeignet sein, die rechenintensive Programme schreiben müssen und deshalb auf die statisch typisierte Sprache zurückgreifen, die in nativen Code übersetzt wird. Das zugehörige SDK ist ab sofort verfügbar, Deployment-Funktionen sollen in Kürze bereitstehen. Für Interessierte hat Google eine Registrierungs-Webseite eingerichtet.

Anzeige

Ebenfalls neu ist, dass nun auch lang laufende Prozesse und solche mit hohem Speicheraufkommen unterstützt werden. Durch sogenannte Backends sollen laut Ankündigung auch große Java- und Python-Applikationen auf der App Engine laufen können. Das können beispielsweise Programme zum Erzeugen von Berichten oder spezialisierte Suchmaschinen sein. Bis dato liefen Programme auf der App Engine nur in kurzlebigen Instanzen; dass eignete sich vor allem für Webanwendungen, deren Inhalte je nach Verwendung skaliert werden konnten.

Die App Engine enthält als Ergänzung zu Task Queues sogenannte Pull Queues, mit denen sich Tasks überwachen und via neuer REST-Programmierschnittstellen (Representational State Transfer) Arbeitsergebnisse verteilen lassen. Letzteres sieht Google als Bekenntnis zu einer offenen Entwicklungsplattform, die kompatibel mit anderen On-premise- oder Cloud-Services ist.

Monatlich nutzten mehr als 100.000 Entwickler die App Engine, heißt es in der Ankündigung. In Googles Cloud befinden sich derzeit über 200.000 aktiv betriebene Apps, die für täglich 1,5 Millionen Seitenaufrufe sorgen. Der Internet-Konzern plant nun, im Laufe dieses Jahres den Status seines Cloud-Angebots zu einem "offiziellen" Google-Projekt aufzuwerten. Zurzeit hat der Service Preview-Status.

In der Folge soll sich das Preismodell ändern, auch wird Google neue Service Level Agreements (SLAs) und Servicerichtlinien einführen, die eine Verfügbarkeit von 99,95 Prozent und längere Wartungszyklen garantieren. Vermutlich wird es weiterhin möglich sein, kostenlose Apps bereitzustellen, allerdings zu restriktiveren Bedingungen. Kommerzielle Anwendungen sollen 9 US-Dollar pro Monat zusätzlich der Benutzungsgebühren kosten. Zudem soll das Abrechnungsmodell verändert werden: Zukünftig werden Instanz- statt der bisherigen CPU-Stunden in Rechnung gestellt. Google verlangt pro Instanz und Stunde zwischen 5 und 8 US-Cent. Weitere Modalitäten zu anderen Nutzungsmodellen finden Interessierte auf der Webseite "App Engine Pricing". (ane)

14 Kommentare

Themen:

  1. Google Cloud: neue Tools und Dienste für Entwickler

    Der Internet-Konzern hat auf der Google I/O neue Tools und Cloud-Services präsentiert, die Cloud- und App-Entwicklern die Arbeit erleichtern sollen.

  2. Anwendungs-Container: Googles Compute Engine unterstützt Docker

    Der Internet-Konzern hat auf der Google Cloud Platform Live die neue Container Engine zur Nutzung der Container-Verpackungstechnik Docker in der eigenen Cloud-Plattform und einige weitere Dienste angekündigt.

  3. Google schickt Botnetze auf Schwachstellensuche

    Google will Web-Anwendungen sicherer machen

    Mit dem Cloud Security Scanner sollen App-Engine-Entwickler ihre eigenen Web-Anwendungen testen lassen. Die Scans führt ein ferngesteuertes Netz aus virtuellen Maschinen aus.

  1. Cloud-Management mit OpenStack

    OpenStack ist eine Open-Source-Software zum Betrieb einer Cloud in Art der Amazon Web Services EC2 und S3.

  2. Ausgegoogelt

    Android bekommt man im Doppelpack mit Google. Das Betriebssystem lässt sich aber auch ohne die datenhungrigen Google-Dienste betreiben. Man muss nur wissen, mit welchen Alternativen.

  3. End-to-End-Tests mit Protractor

    GUI-Tests sind bei der Entwicklung qualitativ hochwertiger Webanwendungen eine gute Ergänzung zu Unit-Tests. Mit Protractor stellt Google ein speziell auf das AngularJS-Webframework abgestimmtes Werkzeug bereit.

  1. Der Klassiker

    Klassiker, BMW

    BMW suchte für die Bodensee-Klassik-Rallye noch einen Beifahrer für eins der wenigen top erhaltenen BMW-Coupes der "Neuen Klasse" aus den Sechzigern: einen BMW 2000 CS. Wer könnte da widerstehen? Wir nicht

  2. Vergleich: Audi Q5 und BMW X3 gegen VW Tiguan

    In unserem Vergleich tritt der BMW X3 und der Audi Q5 gegen den kleineren und deutlich preiswerteren VW Tiguan an. Wie schlägt sich das günstige SUV gegen die teureren Konkurrenten?

  3. Grüße aus Entenhausen

    Fahrbericht: Suzuki V-Strom 650XT

    Es gibt sie immer wieder: Motorräder, die einem auf den ersten Blick nicht gefallen. Die Suzuki V-Strom 650 ist so ein Modell. Doch nach einigen hundert Kilometern wird sie immer hübscher. Man sollte sich eben nie vom ersten Anschein täuschen lassen

  4. Träumen ist Pflicht

    BMWs Hommage an den 3.0 CSL für den Concorso d’Eleganza

    BMW zeigt beim elitären Concorso d’Eleganza am Comer See die spektakuläre Neuauflage seines 3.0 CSL aus den popfarbenen 70er Jahren. Es wird bei einem Einzelstück bleiben

Anzeige