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Markus Stöbe

Apple verleiht Design Awards 2012

Der erste Tag der WWDC endete mit der Vergabe der Apple Design Awards. Ausgezeichnet wurden die jeweils besten Programme für Mac, iPad, iPhone sowie – in der Kategorie "Students" – die besten Anwendungen von Studentengruppen an Universitäten oder Nachwuchs-Programmierern. Bewertet wird das Design, der Innovationsgrad sowie das Ausreizen der verfügbaren Technik, also etwa die Nutzung des GameCenters, der Sensoren oder des Retina-Displays. Vorab werden jedes Jahr von eingetragenen Entwicklern Nominierungen eingesammelt, letztlich entscheidet aber ein Komitee, wer einen Preis erhält. Auch nicht nominierte Apps können ausgezeichnet werden. Voraussetzung ist allerdings, dass die Programme in einem von Apples App Stores zu haben sind.

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Die Gewinner des Apple Design Awards 2012. Vergrößern

In der Kategorie Students gewannen das interaktive Bilderbuch Little Star von BiBox Studios aus China sowie daWindci von Reality Twist und Mimimi Productions, einem Puzzlespiel in dem der Spieler einen Heißluftballon durch Wind steuern muss.

Die erste Auszeichnung als beste Mac-App ergatterte in diesem Jahr Feral Interactive für das Endzeit-Abenteuer Deus Ex – Human Revolution (einen Test dazu bringt Mac & i Heft 6) aufgrund der besonders gelungenen Grafik und des guten Gameplays.

Den zweiten Preis griff sich Bohemian Coding mit ihrer Anwendung Sketch. Das Programm hilft Entwicklern beim Design der Bedienoberfläche von Mac- und iOS-Anwendungen. Es wurde ausgezeichnet, da es besonders viele APIs von OS X nutzt, etwa Core Image und Core Animation aber auch Blocks und Grand Central Dispatch – auch zu letzterem finden Sie einen ausführlichen Artikel in Mac & i Heft 6.

Das düstere Jump&Run-Spiel Limbo von Playdead ApS erhielt die dritte Trophäe dieser Kategorie. Hier verhalfen die minimalistische Schwarz/Weiß-Grafik und der atmosphärische Soundtrack zum Sieg.

Auf dem iPhone gefiel der Jury das Arcade-Spiel Jetpack Joyride von Halfbrick Studios am besten. Der Spieler muss mit Raketenrucksack und Magnetstiefeln ausgerüstet durch eine Fabrik fliegen, allerlei Gegenstände einsammeln und dabei Hindernisse und Fallen umschiffen.

National Parks von National Geographic zeigt die Naturschutzgebiete der USA und ermöglicht die Planung eigener Ausflüge dorthin. Die Anwendung überzeugte durch die hervorragend gestaltete Bedienoberfläche mit stimmigen Animationen.

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Den letzten Preis der iPhone-Kategorie sichert sich Swampy das Krokodil. Im Spiel Where's my Water von Disney muss das Reptil mit Duschwasser versorgt werden, um es bei Laune zu halten. Der liebenswerte Spielcharakter, die Anbindung an iCloud und Gamecenter sowie die ausgereifte Multitouch-Bedienung überzeugte die Jury.

Unter den iPad-Programmen stachen die Notizblock-Anwendung Paper von FiftyThree heraus. Besonders gelobt wurde die Gestaltung der In-App-Purchases. In der Anwendung kann man neue Stifte vor dem Kauf auf einem kleinen Stück Papier ausprobieren.

Bobo Explores Light von Game Collage ist eine interaktive Lernanwendung für Schulkinder (vgl. Apps für Kinder, Mac & i Heft 5). Eine kleiner Außerirdischer erarbeitet sich zusammen mit dem Anwender die physikalischen Grundlagen des Lichts. Wie zuvor überzeugte auch hier vor allem die Bedienoberfläche, die Liebe zum Detail und der knuddelige Charakter Bobo.

Als letztes Programm wurde DM1 – The Drum Machine aus den Fingerlabs geehrt. Die portable Schlagzeug-Simulation macht intensiven Gebrauch von Core Audio, um die insgesamt 64 Drum Kits ertönen zu lassen.

Die Gewinner dürfen sich allesamt über ein MacBook Air, ein neues iPad, einen iPod touch und natürlich über die ADA-Trophäe freuen. Das im silbernen Würfel eingelassene Apple-Logo leuchtet, sobald man ihn berührt. (mst)

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