Daniel Berger, Harald Bögeholz

Websites aktuell

Vernetzt radfahren

www.strava.com
www.garminsync.com
www.jonathanokeeffe.com/strava/multi-ride-mapper


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In der Online-Community Strava dokumentieren vor allem Radsportler, aber auch Läufer die von ihnen zurückgelegten Strecken. Jeder kann bestimmte Streckenabschnitte als Segment markieren und Strava zeigt dann für ein solches Segment eine Bestenliste: Wer ist hier wie schnell gefahren, wie habe ich mich verbessert, was ist mein persönlicher Rekord? Wie in sozialen Netzen üblich, kann man anderen Leuten folgen, um über deren Aktivitäten auf dem Laufenden zu bleiben, Touren kommentieren oder einfach nur loben.

Die Kartendarstellung erlaubt eine detaillierte Analyse des Trainings, mit Grafiken für Höhenprofil, Herzfrequenz, Leistung und Geschwindigkeit. Die entsprechenden Sensordaten werden zum Beispiel von Garmin-Fahrradcomputern erfasst, für die es eine spezielle Upload-Funktion gibt. Gewöhnliche GPX-Tracks lassen sich aber auch hochladen, außerdem gibt es zum Erfassen von Tracks kostenlose Apps für iPhone und Android-Handys.

Die neuen Garmin-Modelle mit Smartphone-Anbindung (siehe c’t 11/13, S. 58) laden gefahrene Touren automatisch zu Garmin Connect hoch. Die Brücke zu Strava schlägt der Dienst Garmin Connect Synchronization, der automatisch alle auf Garmin Connect veröffentlichten Aktivitäten zu Strava überträgt – wozu man ihm allerdings das Strava-Passwort im Klartext anvertrauen muss.

Eine nette Ergänzung ist schließlich der Strava Multiple Ride Mapper, der mehrere auf Strava veröffentlichte Touren gemeinsam in einer Karte darstellt, zum Beispiel als bleibende Erinnerung an einen schönen Fahrradurlaub. (bo)


Pixelgenau durch Raum und Zeit

www.distancetomars.com
http://hereistoday.com


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Mit How Far is it to Mars? visualisieren die Londoner Designer David Paliwoda und Jesse Williams den enormen Abstand zwischen der Erde und dem Mars in Pixeln. Den Durchmesser der Erde haben sie auf 100 Pixel festgelegt und die Abstände zu den Himmelskörpern maßstabsgerecht dazu berechnet. Während des 3000 Pixel langen Flugs zum Mond vergehen nur wenige Sekunden. Die virtuelle Reise zum Mars dauert dann erheblich länger, trotz einer Endgeschwindigkeit von 7000 Pixeln pro Sekunde. Rasant ziehen im Browser die Sterne vorbei, während die Seite ihrem Ziel entgegen scrollt und kurze Infotexte einem die Zeit vertreiben. Was am Bildschirm bei einer Tasse Kaffee gelingt, wird in der Realität noch etwas dauern: Die NASA will frühestens 2030 eine bemannte Mission zum roten Planeten schicken.


Here Is Today Vergrößern
Doch zwei Jahrzehnte Wartezeit sind im Vergleich zum Alter der Erde ein winziger Augenblick. Unterschiedliche Zeitdimensionen veranschaulicht Luke Twyman mit Here Is Today. Die minimalistisch gestaltete Seite verortet das Heute als gelbe Form innerhalb zeitlicher Abschnitte, die immer größer werden. Mit wenigen Mausklicks schrumpft der Tag schließlich zum Strich von einem Pixel Breite, während Jahrtausende große Flächen füllen. Die Zeitreise endet mit der Geburt des Universums vor etwa 13,7 Milliarden Jahren. (dbe)


Sammler und Schnäppchenjäger

www.clipix.com
www.pinterest.com


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Artikel zum später Lesen, Fotos von Wunschreisezielen oder Online-Sonderangebote: Alles Interessante lässt sich mit Clipix sammeln und gut sortiert bei dem Dienst ablegen. Er erinnert ein bisschen an Pinterest, kann aber einiges mehr. Außer Webfunden lassen sich auch eigene Dokumente wie Mails, Textdateien oder PDFs hochladen. Organisiert wird das Material (Clips) in sogenannten Clipboards, die man auch mit anderen teilen kann. Thematisch verwandte Clipboards lassen sich zu Multiboards zusammenfassen.

Praktisch ist die Preisüberwachung von Clipix: Klemmt der Nutzer zum Beispiel ein Angebot von Amazon auf sein Brett, prüft der Dienst regelmäßig, ob der Preis unter eine festgelegte Grenze gefallen ist, und meldet das dann per E-Mail. Webinhalte werden mithilfe eines Bookmarklets gesammelt; alternativ kann man Daten per Mail an Clipix senden. Für mobile Jäger und Sammler stehen Apps für iOS und Android zur Verfügung. (dbe)


Online als Erzählform

www.rheinstagram.de/Arabellion
www.nytimes.com/projects/2012/snow-fall


Arabellion Vergrößern
Der arabische Frühling hat politisch und gesellschaftlich viel verändert, Regime sind gefallen, Diktatoren wurden gestürzt. Was ist von den Unruhen und Protesten geblieben, wie sieht die Situation in der arabischen Welt heute aus? Der Journalist Dietmar Telser war für die Rhein-Zeitung drei Monate in Tunesien, Libyen, Ägypten und Jordanien unterwegs und hat seine Eindrücke in der umfangreichen Web-Reportage Arabellion aufgeschrieben. Aufbereitet ist das Special wie bei einem gedruckten Magazin: Bildschirmfüllende Fotos und lange Texte laden zur Lektüre ein. Auf einer ergänzenden Karte ist die Reiseroute des Reporters verzeichnet. Mehrere Zeitleisten fassen außerdem die wichtigsten Entwicklungen in den einzelnen Ländern übersichtlich zusammen.


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Vorbild für diese multimediale Erzählform ist Snow Fall, eine Reportage über eine tödliche Lawine, die 2012 auf der Webseite der New York Times erschienen ist und einen Pulitzer-Preis gewann. Angereichert wurde auch dieser Text mit Fotos, Videos und aufwendigen Animationen. (dbe)

www.ct.de/1312190


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