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Wehrbeauftragter erreicht Löschung eines Kommentars

Nachdem FDP-Politiker Hellmut Königshaus Kritik an einem Kommentar des Deutschlandradio Kultur geäußert hatte, hat der Sender die Audio- und Textfassung des Kommentars von seiner Webseite gelöscht. Wie unter anderem Spiegel Online berichtet, hatte der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages zuvor den von Klaus Pokatzky verfassten Beitrag kritisiert und eine Entfernung von der Webseite gefordert. Der zuständige Intendant hatte sich anfänglich hinter seinen Mitarbeiter gestellt, aber den Kommentar ebenfalls kritisiert. Wie von Königshaus gefordert, wurde der Kommentar nach Rücksprache mit dem Chefredakteur von Deutschlandradio Kultur später dann aber doch gelöscht; laut Spiegel-Online-Bericht soll der Beitrag nicht den Qualitätsstandards entsprochen haben.

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Der Kommentar bezog sich auf Kritik, die Königshaus an der Verlegung des Rekruten-Gelöbnisses zum Jahrestag des Attentats auf Adolf Hitler geäußert hatte; es wurde dieses Jahr nicht wie zuletzt vor dem Reichstagsgebäude abgehalten, sondern fand hinter den Mauern des Verteidigungsministeriums am Bendlerblock statt. Der Deutschlandradio-Beitrag hatte an den Aussagen des Wehrbeauftragten Anstoß genommen und schloss laut Presseberichten mit den Worten: "Früher gab es mal Wehrbeauftragte. Heute gibt es einen Ego-Beauftragten." Dass sich Königshaus beschwert habe, soll die von der Chefredaktion getroffene Entscheidung zur Entfernung aber nicht beeinflusst haben, erklärte der zuständige Deutschlandradio-Intendant gegenüber der SZ. (thl)

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