Websites aktuell
Präpariert für die EM 2012
http://de.uefa.com/uefaeuro/index.html
www.stern.de/1808920.html
www.kicker.de/news/fussball/em/startseite.html
www.11freunde.de/liveticker
www.gruene-zitate.de
www.indirekter-freistoss.de
www.wahl11.de
www.allesaussersport.de
www.zattoo.de

Die europäische Fußballorganisation UEFA ist nicht gerade bekannt für eine kritische Haltung gegenüber politischen Fehlentwicklungen. So ist es auch kein Wunder, dass ihre Einstiegsseite zur Europameisterschaft 2012 zwar die ukrainischen EM-Stadien als bunte Blumenblüten zeigt, aber zur problematischen Lage im Gastgeberland des Fußball-Events kein Wort verliert. Jede Menge Zahlen, Fakten und sportliche Hintergründe machen die Site dennoch zu einem Muss für jeden, der sich gründlich auf die EM vorbereiten mag.
Viele darüber hinausgehende Informationen bietet das toll zusammengestellte Special von stern.de. Neben Reiseinformationen und kulturellem Background liefert stern.de geballt die anderswo schmerzlich vermissten Berichte zur angespannten politischen Lage in der Ukraine.
In sportlicher Hinsicht überragt unter den deutschen Fachmedien kicker online mit fundierter Berichterstattung und unerschöpflicher Datenbank wieder mal die Konkurrenz. Der Fokus liegt hier naturgemäß eher auf den Geschehnissen um die deutsche Nationalelf. Wer einen Kontrapunkt zu den ständig jubelnden TV-Kommentatoren sucht, der ist im schon fast legendären Liveticker der 11-Freunde-Redaktion gut aufgehoben. Die Kollegen geben live und herrlich tabulos ihren Senf zu Spielen, schlechten Moderatoren und den um sie herum gebauten Eventcharakter im Fernsehen ab.
Nach dem Spiel ist zwar gerade bei der EM schon vor dem Spiel, aber ein wenig Analyse kann nicht schaden. Tolle Unterstützung mit ungeschöntem Blick bietet seit Jahren zuverlässig die Presseschau vom indirekten Freistoß. Eher zum Schmunzeln regt die Rückschau auf Spieler- und Trainer-Interviews bei Fußball-Zitate an. Dort lohnt auch ein Blick ins nach Personen sortierte Sprüche-Archiv. Aber nicht zu lange, denn eines sollte man nie vergessen: „Das nächste Spiel ist immer das nächste.“ (Matthias Sammer)
Ist man mit den Entscheidungen des Nationaltrainers nicht einverstanden, hilft es vielleicht, mal wieder wählen zu gehen – im Web bei wahl11.de zum Beispiel. Vor jedem Spiel der deutschen Elf ruft das Portal nach dem Motto „Wählt die Nationalmannschaft“ zur Abstimmung über die Startaufstellung.
Die EM-Spiele sind jeweils am frühen Abend live in ARD und ZDF zu sehen. Wer gerade unterwegs ist oder noch am Arbeitsplatzrechner sitzt, muss nicht unbedingt verzichten. Der legale Streaming-Dienst Zattoo ist dazu das Mittel der Wahl: In guter Qualität liefert er die Liveübertragungen kostenlos in den Desktopbrowser oder via App auf Smartphones oder Tablets. Während der EM läuft natürlich viel mehr Hintergrundberichterstattung als nur die Übertragung der Turnierspiele selbst. In einem Überblick zu den Sportsendungen kommentiert Kai Pahl in seinem Blog allesaussersport.de jeden Tag neu. (hob)
Filme im Überflug
www.youtube.com/user/yesterday2221

Zeitraffer-Videos aus den Bildern von Erdbeobachtungssatelliten und von der Raumstation ISS stellt der YouTube-Nutzer „Yesterday 2221“ bereit. Von geostationären Satelliten aus lässt sich der Tagnachtwechsel beobachten. Die hohe Auflösung enthüllt auch Details; man sieht etwa die wandernde Reflexion der Sonne im Ozean oder die nachmittägliche Wolkenbildung in den Tropen.
Beeindruckend auch die von niedrig fliegenden Satelliten aus aufgenommenen Videos, die auf der Nachtseite beleuchtete Städte erfassen oder die Bilder aus der Cupola, der Beobachtungskuppel der Internationalen Raumstation, die in einem sehr niedrigen Orbit besonders schöne Bilder des blauen Planeten schießt. (uma)
Stereoskopie

In der New York Public Library lagern über 40 000 Stereofotografien, die meisten davon über 100 Jahre alt. Knapp 30 000 Bilder davon sind bereits entweder als Anaglyphen, also zum Betrachten mit einer Rot-grün-Brille, oder als animierte GIFs abrufbar. Die animierten GIFs, deren Darstellung ständig zwischen den beiden enthaltenen Perspektiven wechselt, erzeugen nicht ganz den räumlichen Eindruck eines Anaglyphenbilds, lassen sich aber ohne zusätzliche Hardware betrachten.
Der Rest des kulturellen Schatzes wird derzeit per Crowdsourcing gehoben. Die originalen Doppelbilder sind bereits eingescannt, die optimale Perspektive für das rechte und linke Auge sowie die Beschneidung müssen aber per Handarbeit gefunden und vorgenommen werden. Mit wenigen Mausklicks kann man der 3D-Darstellung auf die Beine helfen und das Bild der Datenbank hinzufügen. (uma)
Fleißarbeit

Eine Weltzeituhr mit ganz besonderer Digitalanzeige findet sich auf der Seite der russischen Ausgabe des Esquire. An der übermannshohen Anzeige aus Brettern vor dem Hintergrund einer offenbar russischen Vorstadtkulisse zimmern zu jedem Minutenwechsel reale Bauarbeiter mit bunten Helmen und langen Leitern die richtigen Ziffern mit rund zwei Meter langen Brettern.
Die Uhr umfasst die vollen 24 Stunden und wurde offenbar in Echtzeit zusammengeschraubt. Wenn man lange genug bei der Arbeit zuschaut, sieht man auch einmal einen Hund oder einen Spaziergänger durchs Bild laufen. Auch bei einbrechender Dunkelheit, was man durch die Wahl einer anderen Zeitzone forcieren kann, lässt sich die Digitalanzeige noch ablesen. Die Bretter werden von Scheinwerfern erleuchtet. (uma)
Die Websites aus c't 12/2012
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